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Einweg-Vapes gehören nicht in den Hausmüll: Stadt Bayreuth warnt vor Brandgefahr
Einweg-Vapes werden oft wie Wegwerfprodukte behandelt – tatsächlich sind sie kleine Elektrogeräte. Deshalb ist die richtige Entsorgung besonders wichtig.
Nach dem letzten Zug landen viele Einweg-Vapes im Restmüll oder im Gelben Sack. Doch genau das kann gefährlich werden. Die Geräte enthalten Lithium-Ionen-Akkus und können Brände auslösen. Der Stadtbauhof Bayreuth weist jetzt darauf hin, wie E-Zigaretten richtig entsorgt werden.
Gefahr durch beschädigte Akkus
Werden Einweg-Vapes im Restmüll oder im Gelben Sack entsorgt, können die eingebauten Lithium-Ionen-Akkus beim Pressen des Mülls oder in Sortieranlagen beschädigt werden. Im schlimmsten Fall geraten sie in Brand. Das kann Mitarbeitende in der Abfallentsorgung gefährden und erhebliche Schäden an Müllfahrzeugen oder Entsorgungsanlagen verursachen.
Auch auf politischer Ebene sorgt die Brandgefahr durch Einweg-Vapes für Diskussionen. Bundesumweltminister Carsten Schneider hat angekündigt, noch 2026 einen Gesetzentwurf für ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten vorzulegen.
Kurzlebige Produkte mit schlechter Umweltbilanz
Die Brandgefahr ist aber nicht das einzige Problem. Einweg-E-Zigaretten stehen auch wegen ihrer Umweltschädlichkeit in der Kritik. Das Bundesumweltministerium bezeichnet sie als Produkte mit einer „extrem schlechten Umweltbilanz“.
Der Grund: Akku und Flüssigkeit können nicht ausgetauscht werden. Nach kurzer Nutzungsdauer wird das gesamte Gerät entsorgt – obwohl darin Kunststoffe, Lithium-Ionen-Akkus und weitere wertvolle Rohstoffe stecken. Werden die Geräte anschließend nicht korrekt als Elektroaltgeräte gesammelt, gehen diese Materialien verloren.
So werden alte Vapes richtig entsorgt
Ausgediente E-Zigaretten und Einweg-Vapes können beim Wertstoffhof der Stadt Bayreuth oder an anderen Sammelstellen für Elektroaltgeräte abgegeben werden.
Außerdem sind Händler und Verkaufsstellen, die E-Zigaretten verkaufen, nach einer Übergangsfrist seit dem 1. Juli 2026 gesetzlich verpflichtet, Altgeräte kostenlos zurückzunehmen – auch dann, wenn keine neue E-Zigarette gekauft wird.
Können Akkus aus einem Gerät entnommen werden, sollten sie möglichst separat über Batteriesammelstellen entsorgt werden.
In Oberfranken tauchen auch immer wieder Vapes mit illegalen Liquids auf. Mehr dazu lesen Sie hier.
Richtige Entsorgung schützt Menschen und Ressourcen
Wer E-Vapes richtig entsorgt, hilft dabei, Brände in Müllfahrzeugen und Sortieranlagen zu vermeiden. Gleichzeitig können enthaltene Rohstoffe recycelt und wiederverwendet werden.
Bei Fragen zur Entsorgung hilft die Abfallberatung des Stadtbauhofs Bayreuth per E-Mail an stadtbauhof@stadt.bayreuth.de oder telefonisch unter 0921 25-1845 weiter.
FAQ
Warum dürfen alte Vapes nicht in den Restmüll oder den Gelben Sack?
Die Geräte enthalten Lithium-Ionen-Akkus und zählen zu den Elektroaltgeräten. Werden die Akkus beschädigt, besteht Brandgefahr. Außerdem enthalten sie Rohstoffe, die recycelt werden müssen.
Wo kann ich alte E-Zigaretten abgeben?
Ausgediente Einweg-Vapes können beim Wertstoffhof der Stadt Bayreuth oder an anderen Sammelstellen für Elektroaltgeräte abgegeben werden. Auch Händler und Verkaufsstellen, die E-Zigaretten verkaufen, müssen Altgeräte zurücknehmen.
Muss ich eine neue E-Zigarette kaufen, damit ein Händler meine alte zurücknimmt?
Nein. Die Rücknahmepflicht gilt unabhängig davon, ob gleichzeitig ein neues Gerät gekauft wird.
Warum sind Einweg-Vapes überhaupt problematisch für die Umwelt?
Die Geräte werden oft nur kurze Zeit genutzt, enthalten aber wertvolle Rohstoffe, Akkus und Kunststoffe. Da Akku und Flüssigkeit nicht ausgetauscht werden können, entsteht aus einem kurzlebigen Produkt Elektroschrott.












Symbolbild: Pixabay
Der Anhänger des Skoda kippte bei dem Unfall um. © NEWS5 / Frank Mertel