Zuletzt aktualisiert am

Sport

Eklat beim Fußball: Spiel in Bayreuth abgebrochen – Schiedsrichter angeblich von Spieler mit Tod bedroht worden

Eklat bei einem Fußballspiel in Bayreuth am Sonntag: Der Schiedsrichter soll mit dem Tod bedroht worden sein. Das Spiel wurde abgebrochen.

In Bayreuth ist am Sonntag (14. November) das Kreisklassenspiel zwischen dem Türk FC Bayreuth und dem SV Seybothenreuth abgebrochen worden.

Anzeige
AD easyApotheke Bayreuth - Werbeaktion 2022/01

Der Schiedsrichter Martin Pröhl aus Bayreuth ist angeblich von einem Spieler des TFC Bayreuth mit dem Tod bedroht worden.

Bayreuth: Schiedsrichter mit dem Tod bedroht

Riesenaufregung am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz neben der Dreifach-Turnhalle in der Johann-Sebastian-Bach-Straße: Das Fußballspiel der beiden Kreisligisten Türk FC Bayreuth und dem SV Seybothenreuth wurde abgebrochen. Der Schiedsrichter sei von einem Spieler mit dem Tod bedroht worden. Im September wurde ein Taxifahrer in Bayreuth mit vorgehaltener Schusswaffe bedroht.

Eine Rote Karte für den TFC in der Schlussphase des Spiels brachte das Fass wohl zum Überlaufen. Spieler, Betreuer und Zuschauer waren kaum noch zu bändigen. Nachdem ein Spieler der Heimmannschaft den Schiedsrichter Martin Pröhl, ebenfalls ein Sportsmann aus Bayreuth, mit dem Tod bedroht haben soll, brach dieser das Spiel ab. Auf sein Signal hin verständigte ein Funktionär am Spielfeldrand die Polizei. Sie beendete das unwürdige Treiben in der Hammerstatt.

Nach Spielabbruch in Bayreuth: interne Aufarbeitung folgt

Halil Tasdelen, Vorsitzender des TFC, schildert die Situation dem bt jedoch folgendermaßen: „Schon vor der Roten Karte hat der Schiedsrichter die Polizei rufen lassen. Die waren also nicht erst wegen der Tumulte gekommen. Der Schiri hat Arroganz und Hochnäsigkeit ausgestrahlt. Damit hat er das Spiel eskalieren lassen.“

Tasdelen kündigt eine interne Aufarbeitung an. „Unsere Jungs sind mit Sicherheit keine Waisenknaben. Und auf dem Fußballplatz sagt man im Eifer des Gefechts schnell mal ein unbedachtes Wort. Aber wenn es sich bewahrheitet, dass einer unserer Spieler sich etwas hat zu Schulden kommen lassen, dann hat das Konsequenzen. Das dulde ich nicht. Das hat dann mit Sport nichts zu tun.“

„Seybothenreuth ist unbeteiligt am Spielabbruch“

Uli Bertelshofer, 1. Vorstand des SV Seybothenreuth, äußert sich dem bt gegenüber besonnen und knapp. „Wir nehmen später inhaltlich Stellung. Das ist erst mal Sache des Sportgerichts.“ Er fügt dann aber dennoch an: „Der SV Seybothenreuth ist unbeteiligt am Spielabbruch. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie sich nicht hat provozieren lassen.“

Tasdelen und Bertelshofer selbst kennen und schätzen sich seit Jahren persönlich übrigens sehr. Einen Tag zuvor hat die SpVgg Bayreuth im Stadion nebenan ihr Spiel beenden können – und das durchaus erfolgreich.