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Energie

Trotz steigender Energiepreise: Gasverbrauch höher als in den Vorjahren

Ende September sinken wie erwartet die Temperaturen – auch in den Innenräumen. Viele fangen an, zu heizen. Aktuell ist der Gasverbrauch höher als in den Vorjahren.

Jedes Jahr ertönt aus manchen Haushalten die Phrase „vor Oktober wird nicht geheizt“. Und dennoch: Viele greifen schon vorher zum Thermostat.

Einem Bericht von inFranken zufolge sei auch der Gasverbrauch in den Privathaushalten aktuell schon höher als in den Vorjahren.

Umfrage zeigt verfrühten Heizbeginn

Der Energiedienstleister Techem hat eine Umfrage durchgeführt, die zeigt, dass 46 Prozent der Menschen schon im September die Heizung nutzen. Besonders treffe dies wohl auf Menschen zu, die im Home Office arbeiten. Da seien es schon 57 Prozent. Im Falle einer Gasheizung seien die Befragten etwas zurückhaltender mit 42 Prozent. Lesen Sie auch: Bundeskanzler Scholz verkündete gestern die Gaspreisbremse.

Befragte, die andere Energieträger nutzen, zeigen eine größere Heizbereitschaft, so schreibt es inFranken. Dort seien es genau 50 Prozent. Vorrangig waren nicht zwangsläufig die hohen Energiepreise verantwortlich für den Verzicht auf die Heizung. 63 Prozent der Befragten gaben an, die Raumtemperatur zuhause noch als ausreichend empfunden zu haben. Und nur etwa ein Drittel, 32 Prozent, hätten nach eigener Aussage Angst vor hohen Nachzahlungen.




Mehr Gasabflüsse bei Privathaushalten

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sieht größere Probleme bei den Einsparbemühungen privater Haushalte, heißt es in einem Bericht von RTL. Mitte September hätte es bereits mehr Gasabflüsse gegeben. Müller habe damit aufgrund der dort herrschenden warmen Temperaturen und der hohen Gaspreise nicht gerechnet.

Hier müsse es eine Veränderung geben, so Müller. Laut dem Spiegel hätten die Menschen vielerorts die Heizung schon früher als sonst aufgedreht. Diese Veränderung sei also fraglich, insbesondere da die Temperatur in den letzten Tagen weiter gesunken sei.