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Ermittlungen gegen Mistelgaus Bürgermeister: Karl Lappe weist Vorwürfe zurück
Die Staatsanwaltschaft Hof führt ein Verfahren gegen Mistelgauer Bürgermeister Karl Lappe. Lappe weist die Vorwürfe zurück und betont, sie seien mit seiner bisherigen Arbeit nicht vereinbar.
Die Staatsanwaltschaft Hof führt ein Ermittlungsverfahren gegen den frisch wiedergewählten Mistelgauer Bürgermeister Karl Lappe. Ihm wird Bestechlichkeit sowie Untreue zum Nachteil der Gemeinde in mehreren Fällen vorgeworfen. Am 11. März wurden deshalb sowohl Lappes Wohnhaus als auch Räume im Mistelgauer Rathaus durchsucht.
Polizei stellt Unterlagen sicher
Dabei sei es in erster Linie um die Sicherstellung von Unterlagen gegangen, so die Staatsanwaltschaft Hof. Auslöser der Ermittlungen sei die Anzeige eines Baugeschäftsinhabers aus Mistelgau gewesen. Die Staatsanwaltschaft betont zudem: Das Verfahren ist noch in einem frühen Stadium und es gilt die Unschuldsvermutung.
Karl Lappe spricht von gezieltem Vorgehen
Lappe selbst weist die Vorwürfe zurück – und spricht von einem gezielten Vorgehen gegen ihn. Die Anzeige sei noch vor der Bürgermeisterwahl gestellt worden. Ein Teil der Anschuldigungen habe sich aus seiner Sicht bereits entkräften lassen, anderes müsse nun im laufenden Verfahren geklärt werden. Er gehe davon aus, dass sich die Vorwürfe ausräumen ließen. Die betroffenen Dokumente aus den Jahren 2022 und 2023 seien nicht nur örtlich, sondern auch überörtlich geprüft worden. „Es ist nicht so, dass da noch nie jemand drüber geschaut hat“, so Lappe.
„Wenn die Vorwürfe im Raum stehen, müssen sie bearbeitet werden“, so der Bürgermeister weiter. Gemeinsam mit seinem Rechtsanwalt will er Akteneinsicht nehmen, sobald es geht. Das Verfahren koste bereits jetzt viel Zeit.
„Bitterböse überrascht“
Auch persönlich zeigt sich Lappe getroffen. „Das hat mich und meine Familie bitterböse überrascht“, sagt er.
Die Vorwürfe hält er für unvereinbar mit seiner bisherigen Arbeit und verweist auf sein langjähriges Engagement für die Gemeinde. So habe er unter anderem Geldgeschenke aus privaten Anlässen gespendet, auf Urlaubstage verzichtet und Arbeiten im Ort übernommen, ohne sie abzurechnen. „Die meisten Leute wissen das“, sagt Lappe.
Wie sich die Vorwürfe im Detail entwickeln, ist nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Lappe ist überzeugt, dass sich die Anschuldigungen am Ende ausräumen lassen. Bis eine rechtskräftige Entscheidung vorliegt, gilt Karl Lappe als unschuldig.












Symbolbild: Pixabay
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