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Erneuter Streik bei Bayernland in Bayreuth: NGG erhöht den Druck
Nach der gescheiterten dritten Tarifrunde legen die Beschäftigten der Bayernland eG in Bayreuth seit dem frühen Morgen des 23. Juli für einen Tag die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) spricht von einem enttäuschenden Verlauf der Tarifverhandlungen.
Der Tarifstreit in der bayerischen Milchwirtschaft spitzt sich zu. Schon vor der dritten Tarifverhandlung hatten die Beschäftigten bei Bayernland eG Bayreuth für eine Schicht gestreikt. Weil die Gespräche jedoch kein Ergebnis brachten, folgt nun ein größerer Ausstand.
Ab Donnerstag, dem 23. Juli 2026, legen die Mitarbeitenden ihre Arbeit für 24 Stunden nieder. Der Streik beginnt um 5:30 Uhr am Standort Bindlacher Straße 12 in Bayreuth. Damit reagieren die Beschäftigten auf das aus ihrer Sicht enttäuschende Verhandlungsergebnis.
Das fordert die Gewerkschaft NGG
Die NGG fordert für die Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft eine Entgelterhöhung um 4,1 Prozent. Hinzu kommt eine Sonderzahlung im Wert von fünf Arbeitstagen pro Jahr, die sich flexibel in Freizeit umwandeln lässt. Damit sollen die Beschäftigten selbst entscheiden können, wie sie diesen Ausgleich nutzen.
Auch für Auszubildende hat die Gewerkschaft klare Forderungen aufgestellt. Sie verlangt eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro monatlich. Zusätzlich sollen die Fahrtkosten zur Berufsschule sowie zur überbetrieblichen Ausbildung übernommen werden.
Arbeitgeber ziehen eigenes Angebot zurück
Bereits in der zweiten Tarifverhandlung bot die Arbeitgeberseite den Gegenwert von zwei Arbeitstagen an, allerdings unter Bedingungen, die aus Sicht der NGG völlig inakzeptabel waren. In der dritten Verhandlungsrunde zogen die Arbeitgeber dieses Angebot nun sogar wieder zurück, teilt die Gewerkschaft mit.
Die NGG spricht dabei von einer „völligen Rolle rückwärts“. Aktuell liege lediglich eine Entgelterhöhung um 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 13 Monaten auf dem Tisch, die auch für Auszubildende gelten soll. Eine Übernahme der Fahrtkosten lehnen die Arbeitgeber demnach kategorisch ab.
Kritik der Gewerkschaft an den Arbeitgebern
Für die NGG bildet dieses Vorgehen die Situation der Belegschaften in keiner Weise ab. Das Verhalten der Arbeitgeberseite sei „enttäuschend, wenig wertschätzend“, heißt es in der Mitteilung der Gewerkschaft. Deshalb kündigt die NGG weitere, längere Arbeitsniederlegungen an.
Der Streik am 23. Juli ist somit ein erster Schritt in einer möglichen Reihe weiterer Aktionen. Sollte sich an der Verhandlungsposition der Arbeitgeber nichts ändern, dürfte der Druck aus Gewerkschaftssicht weiter steigen.
FAQs
Wann findet der Streik bei Bayernland Bayreuth statt?
Der Streik beginnt am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, um 5:30 Uhr und dauert 24 Stunden.
Wo findet der Streik statt?
Der Ausstand betrifft den Standort Bayernland eG Bayreuth in der Bindlacher Straße 12, 95448 Bayreuth.
Welche Gewerkschaft ruft zum Streik auf?
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Beschäftigten zum Streik aufgerufen.
Was fordert die NGG in der aktuellen Tarifrunde?
Die Gewerkschaft fordert 4,1 Prozent mehr Entgelt, eine flexibel nutzbare Sonderzahlung im Wert von fünf Arbeitstagen sowie höhere Ausbildungsvergütungen und übernommene Fahrtkosten für Auszubildende.
Was bietet die Arbeitgeberseite bislang an?
Aktuell steht laut der Gewerkschaft ein Angebot von 2,1 Prozent Entgelterhöhung bei 13 Monaten Laufzeit im Raum, eine Fahrtkostenübernahme lehnen die Arbeitgeber ab.












Agilis-Zug
8,3 Hektar großer Solarpark mit Speicher und Möglichkeit zur landwirtschaftlichen Nutzung am Südende des Studentenwaldes. Karte erstellt mit OpenStreetMap © openstreetmap.org/copyright