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Polizei

Unfälle nach Glätte und Eis in Oberfranken: So schwer macht es der Winter den Autofahrern

Gleich mehrfach musste die Polizei am Donnerstag, 20. Januar 2022, in Oberfranken zu verkehrsbedingten Unfällen anrücken.

Starker Schneefall sorgt für Unfälle und Stau in Oberfranken. Am Donnerstag mussten die Polizeikräfte in Oberfranken zu zahlreichen Crashs ausrücken, die den winterlichen Straßenverhältnissen geschuldet waren.

Die A9 zwischen Bayreuth und Hormersdorf war laut Polizei binnen weniger Minuten schneebedeckt, als am Donnerstagabend, 20. Januar 2022, das Schneewetter über Oberfranken einsetzte.

Etliche Unfälle wegen Schnee in Oberfranken

Das hatte auf der A9 bei Bayreuth zunächst einen querstehenden Sattelzug zur Folge, welcher an einer Steigung bei Haag hängen blieb. Der 52-jährige Kraftfahrer setzte die Zugmaschine beim Rangieren im Grünstreifen fest, sodass ihm nur noch der Abschleppdienst helfen konnte, so die Polizei.

Ein weiterer Unfall ereignete sich laut Polizei an einer Steigung kurz vor Berg (Landkreis Hof). Dort blieb ein 37-jähriger Sattelzugfahrer aufgrund der Schneeglätte zum Stehen. Der 58-jährige Fahrer eines Wohnmobils schlitterte in entgegengesetzter Richtung am Gefälle hinab und rutschte in den Sattelzug, wie aus der Mitteilung der Polizei Hof hervorgeht. Dabei entstand ein Gesamtschaden von etwa 15.500 Euro. Verletzt wurde jedoch niemand.

Im Kurvenbereich der Staatsstraße zwischen Döbra (Landkreis Hof) und Pillmersreuth kam Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr ein 20-jähriger Polo-Fahrer aus einem Nailaer Ortsteil aufgrund winterlicher Straßenverhältnisse ins Schleudern. Das Auto rutschte an die Fahrerseite einer entgegenkommenden 62-jährigen Fahrerin. Dabei entstand ein Gesamtschaden von etwa 20.000 Euro, so die Polizei.

Eine 41-jährige Golf-Fahrerin, die sich der Unfallstelle nach Angaben der Polizei zu schnell näherte, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen, fuhr auf das Fahrzeug der vorher verunglückten Frau auf und landete anschließend im Straßengraben. Der Golf der Frau erlitt wirtschaftlichen Totalschaden. Verletzt wurde niemand der Beteiligten.

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Lkw verliert 400 Liter Diesel bei Schnee-Crash in Oberfranken

Ein weiterer Crash, der auch auf Schneeglätte zurückzuführen ist, ereignete sich um 22.19 Uhr auf der A 9 bei Selbitz in Fahrtrichtung Berlin. Ein 42-jähriger ukrainischer Lastwagenfahrer geriet auf der mit Schneematsch bedeckten Fahrbahn ins Schleudern und stieß mit seinem Lkw in die Mittelleitplanke. Durch den Anstoß wurde der Tank des Lkw aufgerissen und etwa 400 Liter Diesel ergossen sich auf die Fahrbahn und ins Bankett.

Die Freiwillige Feuerwehr aus Selbitz pumpte den restlichen Diesel aus dem Tank ab, um eine weitere Verunreinigung zu verhindern. Die Autobahnmeisterei Münchberg kümmerte sich um die beschädigte Leitplanke und um den ausgelaufenen Kraftstoff. Der beschädigte Lkw konnte noch bis zur nächsten Ausfahrt rollen, wo er von einem Pannendienst versorgt werden konnte. Der Schaden an Lkw und Leitplanke wird hier von der Polizei auf etwa 21.000 Euro geschätzt. Der Lkw-Fahrer muss zudem mit einem Bußgeld rechnen.