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Nach Absage der Festmeile: Weitere Einschnitte für Festival150 folgen
Nach der Absage der Festmeile folgen weitere Einschnitte beim Jubiläumsprogramm „150 Jahre Bayreuther Festspiele“. Der Haupt- und Finanzausschuss hat mehrere Veranstaltungen gestrichen. Gleichzeitig nennt die Stadt erstmals Details zur Finanzierungslücke.
Nach der Absage der Festmeile zieht Bayreuth weitere Konsequenzen aus den Finanzproblemen beim Jubiläumsprogramm „150 Jahre Bayreuther Festspiele“. Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Mittwoch beschlossen, die geplante Drohnenshow, den Street-Art-Ring sowie die Lange Nacht der Kultur abzusagen.
Gleichzeitig gibt es für zwei ursprünglich im Rahmen der Festmeile geplante Veranstaltungen eine Lösung. Das Konzert der Hofer Symphoniker unter der Leitung von Lukas Geppert sowie die Chorserenade werden in die Bayreuther Stadtkirche verlegt.
Finanzierungslücke von 344.000 Euro
Oberbürgermeister Andreas Zippel erläuterte in der Sitzung, er habe nach Überprüfung der Unterlagen eine Finanzierungslücke von rund 344.000 Euro festgestellt. Zippel hatte nach der Freistellung von Kulturreferentin Eva Bär interimsweise ihre Aufgaben übernommen.
Nach Angaben der Stadt waren Fördergelder des Kulturfonds Bayern und der Oberfrankenstiftung in Höhe von rund 344.000 Euro ausschließlich für Veranstaltungen im Friedrichsforum bewilligt worden. Diese Mittel seien jedoch zusätzlich auch für andere Projekte des Festival150 eingeplant worden.
Die Stadt war ursprünglich von einem Gesamtbudget von rund 1,47 Millionen Euro ausgegangen. Davon wurden bereits rund 461.000 Euro an externe Förderprojekte von Vereinen und Kulturschaffenden zugesagt. Diese Förderzusagen bleiben laut Stadt bestehen.
Die Oberfrankenstiftung hatte ihre Förderzahlen nach der Absage der Festmeile transparent gemacht.
Bereits erste Einsparungen vorgenommen
Um die Finanzierungslücke zu verringern, wurden nach Angaben Zippels zunächst Projekte gestrichen, für die weder Stadtratsbeschlüsse noch vertragliche Verpflichtungen bestanden. Dadurch habe die Stadt das Defizit bereits um rund 224.000 Euro reduzieren können.
Mit den nun beschlossenen Absagen der Drohnen-Show, des Street-Art-Rings und der Langen Nacht der Kultur sollen zusätzliche Kosten eingespart werden.
„Verantwortungsvolle Haushaltspolitik“
„Die Entscheidung, einzelne Veranstaltungen des städtischen Jubiläumsprogramms zu streichen, hat sich der Haupt- und Finanzausschuss nicht leichtgemacht“, erklärte Oberbürgermeister Zippel am Mittwochabend. Sie sei jedoch im Sinne einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik unumgänglich gewesen.
Nicht betroffen von den Kürzungen ist die Aufführung des „Fliegenden Holländers“ im Stadtbad durch die Naturbühne Trebgast.
Zippel betonte zudem, dass das Jubiläumsprogramm weit über die nun abgesagten Veranstaltungen hinausgehe. Im Laufe des Jahres seien weiterhin zahlreiche Kulturveranstaltungen geplant, unter anderem im Friedrichsforum, in den städtischen Museen, im Richard-Wagner-Museum und im RW21 Kultur- und Bildungszentrum.












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