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Festspielglanz auf dem Stadtbus: Bayreuth rollt dem Jubiläum entgegen
Das Festjahr 150 Jahre Festspiele nimmt im wahrsten Sinne des Wortes „Fahrt auf“: Neben zahlreicher Veranstaltungen und Angeboten zum Festspieljubiläum wird auch ein beklebter Stadtbus auf das Jubiläum hinweisen.
Unter dem Dachmarken-Slogan „Festival 150“ soll sich die gesamte Stadt in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. Das neueste Puzzlestück dieses Konzepts ist ein Linienbus der Stadtwerke, der als rollender Botschafter durch die Straßen Bayreuths flanieren wird.
Zwischen Mythos und Mobilität
Die Idee ist so simpel wie effektiv: Während oben auf dem „Grünen Hügel“ die Weltklasse-Kultur verhandelt wird, soll das Jubiläum unten im Alltag der Bürger ankommen. Die spezielle Beklebung des Busses macht das Fahrzeug zum mobilen Denkmal für eine 150-jährige Geschichte, die 1876 mit der ersten vollständigen Aufführung des Ring des Nibelungen ihren Anfang nahm.
Das ist das Programm zu 150 Jahre Bayreuther Festspiele
Für die Stadt und die Stadtwerke ist die Aktion mehr als nur eine Werbemaßnahme. Es ist der Versuch, die oft zitierte Barriere zwischen Festspiel-Elite und Stadtgesellschaft ein Stück weit aufzubrechen. Der Bus verbindet die Viertel, transportiert Pendler und Schüler und nun eben auch ein Stück Identität.
Ein Jubiläum für alle?
Kritische Stimmen könnten fragen, ob ein beklebter Bus ausreicht, um den Geist Wagners in die Breite zu tragen. Doch genau hier liegt die Stärke des diesjährigen Konzepts: Das „Gesamtkunstwerk Bayreuth“ möchte weg vom reinen Fokus auf das Opernhaus und hin zu einer Stadt, die ihre Geschichte an jeder Ecke und eben auch an der Bushaltestelle erzählt.
Man darf gespannt sein, ob der „Wagner-Wagen“ die Bayreuther ebenso begeistert wie die zu erwartenden Besucherscharen aus aller Welt. Sicher ist: Das Festival nimmt Fahrt auf.
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Bayreuther Faschingsgesellschaft Schwarz-Weiß e.V. © Michael Christensen
Symbolfoto: pixabay