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Feucht

12-Jähriges Mädchen stirbt nach Mutprobe im Gleisbett

Nachdem ein 12-jähriges Mädchen kurz vor Weihnachten am S-Bahnhof Feucht-Moosbach (Landkreis Nürnberger Land) von einem Zug erfasst wurde und kurz darauf im Krankenhaus verstarb, hat die Kriminalpolizei Schwabach nun die Ermittlungen zur Unfallursache abgeschlossen.

Unfallhergang: Riskante Mutprobe führt zur Katastrophe

Die Ermittlungen des zuständigen Fachkommissariats zeichnen ein erschreckendes Bild des Geschehens vom späten Nachmittag des 21. Dezember 2025. Gegen 17:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung über eine Person im Gleisbereich ein.

Durch die Auswertung von Videoaufzeichnungen und die Befragung von Zeugen am Unfallort konnte die Kriminalpolizei den Hergang nun rekonstruieren:

  • Das 12-jährige Mädchen hielt sich gemeinsam mit einer Gruppe von Freunden am Bahnsteig auf.
  • Zusammen mit einigen Bekannten versuchte sie, von außen auf den bereits abfahrenden Zug aufzuspringen.
  • Dabei verlor das Mädchen den Halt, stürzte und geriet unter den ausfahrenden Zug.

Schwere Verletzungen führten zum Tod

Trotz des schnellen Eingreifens zahlreicher Rettungskräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes sowie der Polizeiinspektion Altdorf und der Bundespolizei waren die Verletzungen zu schwerwiegend. Das Mädchen erlitt bei dem Sturz schwerste Kopf- und Beinverletzungen. Sie wurde umgehend in eine Klinik eingeliefert, wo sie jedoch am 22. Dezember 2025 ihren Verletzungen erlag.

Während der Erstmaßnahmen durch den Kriminaldauerdienst Mittelfranken musste die betroffene Bahnstrecke für den gesamten Zugverkehr gesperrt werden.

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Dringender Appell der Polizei: Lebensgefahr auf Bahnanlagen

Angesichts dieses schrecklichen Vorfalls richtet die Polizei eine eindringliche Warnung an die Öffentlichkeit, insbesondere an Jugendliche und Eltern. Bahnanlagen sind keine Spielplätze, und vermeintliche Mutproben wie das „S-Bahn-Surfen“ oder das Aufspringen auf fahrende Züge sind lebensgefährlich.

„Die entstehenden Gefahren sind unbeherrschbar,“ so die Polizei in ihrer Mitteilung. Die Sogwirkung fahrender Züge, die Unberechenbarkeit von Bewegungen und die massive Krafteinwirkung führen in vielen Fällen zu irreversiblen Verletzungen oder enden, wie in diesem traurigen Fall, tödlich.

Zusammenfassung für Bayreuther Pendler und Eltern

Die Region zeigt sich tief betroffen von diesem Unglück. Es dient als mahnendes Beispiel dafür, wie schnell aus Leichtsinn eine Tragödie werden kann. Die Präventionsarbeit an Schulen und im privaten Umfeld bleibt essenziell, um Kinder über die unsichtbaren Gefahren des Bahnbetriebs aufzuklären.