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Zuletzt aktualisiert am 02. September 2026 | 16:57

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Nach Fischsterben: Kieswäsch soll am Sonntag wieder freigegeben werden

von bt-Redaktion
Die Bedingungen für Fische und das gesamte Ökosystem in der Kieswäsch haben sich soweit verbessert, dass die Maßnahmen des THW eingestellt werden. Am See sind in den letzten Tagen keine kürzlich verendeten Fische mehr aufgefallen.
Das Badeverbot bleibt bis auf Weiteres bestehen.  © News5/Stephan Fricke

Die Bedingungen an der Kieswäsch haben sich soweit verbessert, dass das Badeverbot am Sonntag aufgehoben werden soll.  © News5/Stephan Fricke

Einzelne tote Fische wurden auch in der Nacht zum Montag noch angespült. © News5/Stephan Fricke

Am Sonntag, den 23. August, waren massenhaft tote Fische angespült worden. Messungen ergaben einen extrem niedrigen Sauerstoffgehalt im See. © News5/Stephan Fricke

Mit Großpumpen wird Wasser aus dem See entnommen und durch Verspritzen wieder mit Sauerstoff angereichert. © News5/Stephan Fricke

Mit Großpumpen entnimmt das THW Wasser aus dem See, das durch Verspritzen wieder mit Sauerstoff angereichert und in den See eingeleitet wird. © News5/Stephan Fricke

So soll der Sauerstoffgehalt im See wieder stabilisiert werden. ©News5/Stephan Fricke

So ist es den Einsatzkräften gelungen, den Sauerstoffgehalt im See wieder zu stabilisieren. ©News5/Stephan Fricke 

Wie lange da THW mit seinen Wasserpumpen noch im Einsatz sein wird, hängt von den Wasserwerten ab. Nach aktuellem Stand soll der Einsatz noch bis Dienstagabend dauern. © News5/Stephan Fricke

Der Einsatz des THW an der Kieswäsch soll am Samstagvormittag - nach fast einer Woche - enden. © News5/Stephan Fricke

Gute Nachrichten aus Kulmbach: Nach dem Fischsterben an der Kieswäsch hat sich die Sauerstoffsituation im Gewässer deutlich verbessert. Die Belüftungsmaßnahmen des Technischen Hilfswerks (THW) sollen am Samstagvormittag eingestellt werden, das Badeverbot könnte bereits am Sonntag aufgehoben werden.

Belüftung wird am Samstag beendet

Seit dem 23. August pumpen Einsatzkräfte des THW Wasser aus der Kieswäsch und führen es mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert wieder zurück ins Gewässer. Beteiligt sind die THW-Ortsverbände Kulmbach, Kronach, Naila und Pegnitz.

Bei einer gemeinsamen Lagebesprechung am Freitag entschieden die beteiligten Fachbehörden und Einsatzkräfte, die Maßnahmen am Samstagvormittag einzustellen. Bis dahin sollen die Pumpen weiterlaufen.

Grund für die Fortsetzung bis Samstag ist eine angekündigte Wetteränderung mit Regen und Gewittern. Diese könnte sich ungünstig auf den Sauerstoffgehalt des Gewässers auswirken. Die zusätzliche Belüftung soll dieses Risiko abfedern.

Badeverbot noch bis Sonntag

Wenn sich die positive Entwicklung fortsetzt, soll das derzeit geltende Badeverbot am Sonntag aufgehoben werden. Die Wasserqualität der Kieswäsch soll auch danach weiterhin engmaschig von den zuständigen Fachstellen kontrolliert werden.

Königsfischen abgesagt

De Fischbestand in der Kieswäsch soll sich nun erholen. Der Bezirksfischereiverein Kulmbach plant deshalb, das für September vorgesehene Königsfischen abzusagen.

Auch das Angeln am Oberauhof soll bis in den Herbst hinein vorerst nicht möglich sein. Der Fischbestand soll sich nach dem Fischsterben nun möglichst ungestört stabilisieren können.

Runder Tisch zur Zukunft der Kieswäsch

Die Stadt Kulmbach will die Ereignisse außerdem zum Anlass nehmen, langfristig über die Entwicklung des Gewässers zu sprechen. In den kommenden Wochen soll deshalb ein Runder Tisch mit Fachbehörden, Organisationen, Nutzern und weiteren Verantwortlichen stattfinden.

„Wir müssen die Erfahrungen aus dieser Situation nutzen und gemeinsam vorausschauend überlegen, was wir tun können, damit unsere Kieswäsch dauerhaft ein gutes Gewässer für alle bleibt“,

begründet OB Ralf Hartnack das Vorhaben.

Dabei soll es darum gehen, welche Maßnahmen möglich sind, um die Kieswäsch langfristig als attraktives und ökologisch stabiles Gewässer zu erhalten.

Update vom 26. August: Pumpen sollen bis Freitag laufen

Die Pumpen des Technischen Hilfswerks sollten zunächst nur bis Dienstagabend laufen. Nach einer erneuten Lagebesprechung haben Stadt und Fachbehörden nun entschieden, die Maßnahmen bis Freitag in unveränderter Stärke fortzuführen.

Grund dafür sind die aktuellen Messungen: Die Sauerstoffsättigung im Wasser entwickelt sich weiter positiv, die Situation soll aber weiterhin engmaschig beobachtet werden. Am Freitag wollen die Beteiligten die Lage anhand der dann vorliegenden Messwerte erneut bewerten und entscheiden, ob die Pumpen abgeschaltet oder weiter betrieben werden.

Das Badeverbot an der Kieswäsch bleibt bis auf Weiteres bestehen.

Artikel vom 24. August: THW bringt Sauerstoff ins Wasser

Über Nacht wurden nach Angaben der Stadt weniger tote Fische festgestellt. Auch die Sauerstoffwerte im Wasser haben sich leicht verbessert. Eine Entwarnung gibt es aber noch nicht.

Seit Sonntag versuchen Feuerwehr und THW, den Sauerstoffgehalt der Kieswäsch zu erhöhen. Die Feuerwehren hatten zunächst an mehreren Stellen Wasser aus dem Gewässer gepumpt und direkt wieder eingespritzt. Dadurch sollte kurzfristig Sauerstoff ins Wasser gelangen.

Inzwischen übernehmen vor allem die Großpumpen des THW diese Aufgabe. Zwei Pumpen aus den Ortsverbänden Kronach und Naila sind derzeit im Einsatz, eine weitere Großpumpe soll noch hinzukommen. Zusammen können die Pumpen 24.000 Liter Wasser pro Minute bewegen.

Das Wasser wird aus dem See entnommen, mit Luft angereichert und anschließend wieder in das Gewässer geleitet. So soll der Sauerstoffgehalt erhöht und das Gewässer stabilisiert werden.

Warum der Sauerstoffgehalt so niedrig ist, ist noch offen

Am Sonntag hatten erste Messungen im Bereich des Stegs eine deutlich zu niedrige Sauerstoffsättigung ergeben. Nach Einschätzung der Fachbehörden war der Wert kritisch und konnte das Fischsterben begünstigen. Außerdem werden giftige Blaualgen im Wasser vermutet. Die genaue Ursache ist aber weiterhin nicht geklärt.

Weitere Wasserproben sollen deshalb Aufschluss über die Situation geben. Auch tote Fische werden stichprobenartig untersucht. Mit ersten Ergebnissen rechnen die Fachbehörden in den kommenden Tagen.

Kieswäsch bleibt gesperrt

Die Kieswäsch darf derzeit nicht betreten werden. Das Bade- und Betretungsverbot wurde vorsorglich verhängt und bleibt zunächst bestehen. Zum einen laufen dort die technischen Maßnahmen, zum anderen kann eine Gesundheitsgefährdung für Menschen und Tiere weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Sonntag eine Gefahreninformation veröffentlicht. Die Behörden bitten darum, das betroffene Gebiet zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Baden ist derzeit nicht erlaubt.

Einsatz zunächst bis Dienstag geplant

Nach Angaben des THW ist der Einsatz der Pumpen zunächst bis Dienstagabend geplant. Ob sie darüber hinaus weiterlaufen, hängt von den Messwerten des Wasserwirtschaftsamtes ab.

„Wir versuchen, das Gewässer wieder stabil zu bekommen“, sagte Oberbürgermeister Hartnack. Die Stadt wolle die Kieswäsch so schnell wie möglich wieder als Naherholungsgebiet freigeben können.

Bereits im Sommer gab es Probleme mit Blaualgen

Die Kieswäsch war in diesem Sommer bereits wegen einer Belastung mit Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen, für Badegäste gesperrt worden. Das Badeverbot wurde am 16. Juli ausgesprochen und am 7. August wieder aufgehoben.

Nun ist das Gewässer erneut gesperrt. Ob die damalige Blaualgenbelastung mit dem aktuellen Fischsterben zusammenhängt, ist bislang nicht geklärt.

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FAQ

Wann endet die Belüftung der Kieswäsch?

Die Pumpmaßnahmen des THW sollen am Samstagvormittag, den 29. August, beendet werden.

Wann darf an der Kieswäsch wieder gebadet werden?

Das Badeverbot soll nach aktueller Einschätzung am Sonntag, den 30. August, aufgehoben werden. Bis dahin bleibt es bestehen.

Kann man an der Kieswäsch wieder angeln?

Vorerst nicht. Der Bezirksfischereiverein will dem Fischbestand Zeit zur Erholung geben und plant deshalb, das Angeln am Oberauhof bis in den Herbst hinein auszusetzen.

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