Zuletzt aktualisiert am
Für Klima- und Biodiversitätsschutz in der Region: RegioCOP tagt 2026 in Bayreuth
Die Regionale Klimakonferenz Oberfranken – kurz RegioCOP, wird dieses Jahr zwischen dem 9. und 20. November in Bayreuth und Oberfranken stattfinden. In der Konferenz werden die Themenfelder Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität im Vordergrund stehen.
Zwischen dem 9. und 20. November findet in Bayreuth und Oberfranken, parallel zur internationalen Klimakonferenz (UN COP), zum vierten Mal die Regionale Klimakonferenz Oberfranken (RegioCOP) statt. VertreterInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Initiativen, Vereinen, Verbänden und Kirchen kommen zusammen, um über konkrete Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft zu beraten. Im Mittelpunkt stehen die drei Themenfelder Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität.
Regionale handeln – gemeinsam Zukunft gestalten
Die Veranstalter wollen an die Ergebnisse der vergangenen drei Jahre anknüpfen. Ziel der Konferenz ist es, bestehende Maßnahmen weiterzuentwickeln und neue Strategien zu erarbeiten, die eine zukunftsfähige, resiliente und krisensichere Entwicklung in Oberfranken ermögliche. Unter dem Motto „regional handeln, um global zu verändern“ soll deutlich werden, dass nachhaltiger Wandel vor allem dort beginnt, wo Menschen leben und Entscheidungen unmittelbar wirken.
Während auf internationaler Ebene in Antalya (Türkei) über globale Klimaziele verhandelt wird, richtet sich der Blick bei der RegioCOP auf die praktische Umsetzung vor Ort. Denn viele Lösungen entstehen nicht erst auf Weltklimakonferenzen, sondern in Städten, Gemeinden und Landkreisen.
Anpassung ist unvermeidbar
Manfred Miosga, Sprecher der RegioCOP, verweist auf die zunehmende Dringlichkeit, Gesellschaft und Infrastruktur widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des menschengemachten Klimawandels zu machen:
„Die aktuellen weltpolitischen und klimatischen Entwicklungen lassen spüren, wie wichtig resiliente und regionale Strukturen in der Energie- und Lebensmittelversorgung sind, wie Populismus demokratische Grundwerte erschüttern und soziale Aspekte die Dringlichkeit nachhaltiger Mobilität, einer sozialgerechten und nachhaltigen Bau- und Wohnwende sowie einem klimaangepassten Gesundheitssystem verstärken.“
Diese Entwicklungen betreffen die Menschen in Oberfranken unmittelbar – ebenso wie Kommunen, Unternehmen und Institutionen. Gerade auf regionaler Ebene liege deshalb eine besondere Verantwortung. Politik und Verwaltung, aber auch Unternehmen, Vereine und zivilgesellschaftliche Initiativen seien den Menschen am nächsten und könnten mit konkreten Maßnahmen den Klima- und Biodiversitätsschutz sowie die sozial-ökologische Transformation entscheidend voranbringen.
Die Konferenz setzt deshalb bewusst auf Zusammenarbeit über Gemeinde-, Themen- und Institutionsgrenzen hinweg. Kooperationen und starke Partnerschaften gelten als Schlüssel, um den Herausforderungen der kommenden Jahre wirksam begegnen zu können.
Fachkonferenz Energie bildet den Auftakt
Bereits vor dem offiziellen Start der RegioCOP 2026 setzten erste Zwischenkonferenzen wichtige Impulse. Den Auftakt machte am 29. Juni die Fachkonferenz Energie – Netze, die den Austausch zwischen Energiebranche und Kommunalpolitik zum Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien in Oberfranken fortführt.
Gemeinsam mit VertreterInnen der Energiebranche, des Bürgermeisterappells ,,Gemeinsam Erfolgreich Erneuerbar“ und des ,,Aktionsbündnisses Energiewende Nordbayern“ stehen dabei die aktuellen Gesetzesvorhaben des BMWE und deren Auswirkungen auf die regionale Energiewende im Mittelpunkt. Gleichzeitig wollen die Teilnehmenden die Notwendigkeit eines verlässlichen und zukunftsfähigen politischen Rahmens unterstreichen.
Aufruf zum Mitmachen
Die RegioCOP wird auch dieses Jahr ein buntes und vielfältiges Rahmenprogramm anbieten: Mit-Mach-Aktionen, Filmvorführungen und Workshops sollen zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, Klimaschutz und Biodiversität voranzubringen. Aus ganz Oberfranken werden Vereine, Einrichtungen und Engagierte das Rahmenprogramm gestalten. Interessierte an der Mitgestaltung können sich gerne unter info@regiocop.de melden.












Symbolfoto: Pixabay
Von links: BMTG-Geschäftsführer Manuel Becher, Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel, Innenstadtmanagerin Vanessa Mauermann, Benjamin Beyer (Bäderleiter der Stadtwerke Bayreuth) und Uwe Kasel (Leiter des Kreuzsteinbads). © bt-Redaktion