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Graue Bescherung an der A9: Silo-Laster verliert tonnenweise Zement-Staub
Wer am Montagabend an der Rastanlage Fränkische Schweiz einen Boxenstopp einlegen wollte, rieb sich vermutlich erst einmal verwundert die Augen. Statt frischem Kaffee gab es eine ordentliche Portion „Grau“: Ein Sattelzug hat dort mehrere Tonnen Zement-Staub verteilt und damit die Zapfsäulen blockiert.
Notruf von der Zapfsäule: 5 Tonnen Staub auf der Fahrbahn
Ein 42-jähriger Lkw-Fahrer meldete sich selbständig gegen 20.30 Uhr von der Rastanlage in Fahrtrichtung Süden. Die Bescherung: Sein Silo-Tank war alles andere als dicht. Rund 4 bis 5 Tonnen feinster Zement-Staub hatten sich auf einer Fläche von etwa 5 x 5 Metern direkt vor den Zapfsäulen breitgemacht.
Die verständigten Beamten der Verkehrspolizei Bayreuth sowie die Feuerwehren aus Pegnitz und Trockau staunten nicht schlecht über die staubige Angelegenheit. Der Fahrer selbst stand vor einem Rätsel – wie der ganze Dreck aus dem Tank entweichen konnte, war ihm schleierhaft.
Wettlauf gegen den Regen
Die Experten der Autobahnmeisterei Trockau riefen sofort eine Spezialreinigungsfirma auf den Plan. Der Grund für die Eile war der Wetterbericht: Drohender Regen hätte den trockenen Staub in kürzester Zeit in eine zähe, betonharte Masse verwandelt. Das hätte die Reinigungsarbeiten nicht nur erschwert, sondern die Teerfläche vermutlich nachhaltig versiegelt.
Schon gelesen? Die A9 ist rund um die Hochbrückenbaustelle aktuel lteilweise gesperrt.
Die Fakten zum Einsatz:
- Ort: Rastanlage Fränkische Schweiz (A9), Richtung Süden.
- Menge: Ca. 4–5 Tonnen Zement-Staub.
- Ursache: Vermutlich ein technischer Defekt am Druckluftverschluss.
- Dauer: Rund vier Stunden Sperrung und Reinigung.
Ende der Staubschlacht um Mitternacht
Dank des schnellen Einsatzes der Reinigungsfirma konnte der Zement in Container verladen und fachgerecht abtransportiert werden, bevor der Regen begann. Gegen 00:15 Uhr hieß es dann endlich: „Bahn frei!“. Die Fläche vor den Zapfsäulen wurde gereinigt freigegeben, und der Verkehr konnte wieder staubfrei rollen.
Der Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken und einer ordentlichen Portion Reinigungsaufwand davon. Die Ermittlungen zur genauen Ursache laufen, aber alles deutet auf einen streikenden Druckluftverschluss am Silo hin.











Lukas Geppert (rechts) bei seinem Vortrag beim kontrast Filmfest im Jubiläumsjahr „150 Jahre Bayreuther Festspiele“. © bt-Redaktion
Foto: Freiwillige Feuerwehr Stadt Bayreuth