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Feuer

Großbrand bei Waischenfeld: Wohnhaus nach Feuer unbewohnbar

Am Neujahrstag hat ein Großbrand im Waischenfelder Gemeindeteil Köttweinsdorf einen stundenlangen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk ausgelöst. Eine an ein Holzwohnhaus angebaute Garage geriet in Brand, die Flammen griffen noch vor Eintreffen der ersten Einsatzkräfte auf das Wohngebäude über. Das Haus ist inzwischen unbewohnbar, der Garagenanbau gilt als akut einsturzgefährdet. Verletzt wurde niemand.

Feuer breitet sich rasch aus

Gegen 13:45 Uhr wurden die Feuerwehren zunächst zu einem Garagenbrand gerufen. Doch die Lage dramatisierte sich rasch. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Garage mit ausgebautem Obergeschoss bereits in Vollbrand. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Flammen schon auf Teile des angrenzenden Wohnhauses übergegriffen. Die Einsatzleitung übernahm der Kommandant der Feuerwehr Rabeneck, in deren Schutzbereich Köttweinsdorf liegt.

Massiver Löscheinsatz mit Drehleitern und Löschroboter

Die Löschwasserversorgung wurde über drei Hydrantenleitungen sowie zwei Leitungen aus einem Löschwasserbehälter sichergestellt. Insgesamt kamen drei Drehleitern zum Einsatz. Mehrere Atemschutzgeräteträger führten mit C-Rohren einen umfangreichen Außenangriff durch.

Ein Innenangriff im Garagenanbau war wegen der fortgeschrittenen Brandausbreitung und akuter Einsturzgefahr nicht mehr möglich. Im Wohngebäude selbst wurden unter Atemschutz gezielte Löschmaßnahmen durchgeführt. Zusätzlich kamen auf der Gebäuderückseite ein Löschroboter sowie die Drehleitern zum Einsatz. Trotz der koordinierten Maßnahmen ließ sich eine weitere Ausbreitung des Feuers im Wohnhaus nicht vollständig verhindern.

Wohnhaus unbewohnbar

Das Wohngebäude ist infolge des Brandes derzeit nicht bewohnbar, der Garagenanbau wird als akut einsturzgefährdet eingestuft. Seitens des Rettungsdienstes waren vier Rettungswagen, ein Helfer vor Ort, zwei Notärzte sowie der Rettungshubschrauber Christoph 20 im Einsatz. Unterstützt wurden sie vom Bayerischen Roten Kreuz Bayreuth und den Maltesern.

Verletzte gab es nicht. Vier Hausbewohner sowie acht Feuerwehrangehörige wurden vorsorglich medizinisch untersucht.

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Nachlöscharbeiten bis in die Abendstunden

Gegen 18:15 Uhr wurde ein Bagger eingesetzt, um das Dach kontrolliert abzutragen und verbliebene Glutnester freizulegen. Während dieser Arbeiten flammte der Brand erneut auf, sodass weitere Atemschutzgeräteträger eingesetzt werden mussten. Zur Ablösung wurden zusätzliche Kräfte aus Betzenstein und Kirchenbirkig nachalarmiert.

Die Baggerarbeiten konnten gegen 21:00 Uhr abgeschlossen werden. Eine Brandwache wurde über Nacht von der Feuerwehr Rabeneck sichergestellt.

Rund 200 Einsatzkräfte vor Ort

Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Ab etwa 17:30 Uhr konnten die ersten Einheiten schrittweise aus dem Einsatz entlassen werden.

Der Bürgermeister der Stadt Waischenfeld war während des Einsatzes vor Ort und unterstützte sowohl die Organisation einer Unterbringung für die betroffenen Bewohner als auch die Versorgung der Einsatzkräfte. Zahlreiche Freiwillige kamen ebenfalls dazu, um zu helfen.

Besonders hervorgehoben wird von der Feuerwehr die außergewöhnliche Hilfsbereitschaft der Dorfgemeinschaft. Nachbarn versorgten Einsatzkräfte und Betroffene mit warmen Getränken, öffneten ihre Türen und leisteten schnelle Hilfe – ein Zeichen des starken Zusammenhalts, gerade bei winterlichen Temperaturen.

Diese Feuerwehren und Organisationen waren im Einsatz

Im Einsatz waren die Feuerwehren Breitenlesau-Siegritzberg, Ebermannstadt, Hollfeld, Kirchahorn, Körzendorf, Mistelgau, Nankendorf, Oberailsfeld, Pegnitz, Plankenfels, Rabeneck, Speichersdorf, Unterailsfeld und Waischenfeld, die UG-ÖEL des Landkreises Bayreuth, ein Fachberater des THW Pegnitz sowie zwei Baufachberater des THW Lauf.

Die Brandursache ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.