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Sicherheit

Warum trotz der neuen Poller keine Großveranstaltungen am La-Spezia-Platz möglich sind

Sicherheit hat oberste Priorität: Die Stadt Bayreuth hat im Jahr 2025 rund 280.000 Euro in neue Sicherheitsvorkehrungen investiert. Mit dem Geld wurden sogenannte Unterkeilvorrichtungen angeschafft. Auch wenn diese viel können: Alle Herausforderungen können diese auch nicht lösen.

Die neuen Unterkeilvorrichtungen leisten Erstaunliches. Optisch gleichen sie gewöhnlichen Pollern, lassen sich jedoch schnell auf- und abbauen – und sind dadurch flexibel einsetzbar. Doch in ihrem Inneren steckt ein durchdachtes Sicherheitskonzept: Fährt ein Fahrzeug darüber, verhaken sich die Keile unter dem Wagenboden und bringen das Fahrzeug zuverlässig zum Stillstand – spätestens nach 30 Metern, unabhängig davon, ob es sich um einen Pkw oder Lkw handelt. So ermöglichen die neuen Poller eine schnelle und wirkungsvolle Absperrung zahlreicher Straßen und Plätze.

Der La-Spezia-Platz bleibt eine Herausforderung

Die neuen Poller kamen bereits beim Volksfestumzug, dem Pfingstmarkt und weiteren Großveranstaltungen erfolgreich zum Einsatz.. Ist das auch eine Lösung für den La-Spezia-Platz? Leider nein – sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger.

Platz kann kaum abgesperrt werden

Egal mit welcher Technik: Bei Veranstaltungen auf dem La-Spezia-Platz scheitert es nicht an der Art der Poller, sondern an den örtlichen Gegebenheiten um den Platz herum, sagt der OB. Der Bereich kann nicht abgesperrt werden, weil der Verkehr, etwa zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOH), weiter ungestört fließen muss. Genau dieses Zusammenspiel von Sicherheit und Verkehrsfluss macht Großveranstaltungen am La-Spezia-Platz schwer realisierbar.

Gelände ist zu offen

Für 2025 waren mehrere Events auf dem zentral gelegenen Platz geplant – alle wurden aus Sicherheitsgründen abgesagt. Trotz Kritik aus dem Stadtrat und auch von den Veranstaltern bleibt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger bei seiner Haltung: „Die Sicherheit geht vor.“

„Wir haben am La-Spezia-Platz das Problem, dass wir eine lange und gerade Strecke haben, in die jemand ungebremst hineinfahren und in eine Menschenmenge rasen könnte“, erklärt der OB.

Kleinere Veranstaltungen mit begrenztem Besucheraufkommen sind hingegen weiterhin möglich – sie lassen sich gezielter absichern.

Stadt bietet Alternativen für Veranstaltungen

Um Veranstaltern trotzdem Planungssicherheit zu geben, empfiehlt Ebersberger konkrete Alternativen:

  • Ehrenhof – bereits 2025 für das Vespa-Treffen und „Bayreuth rollt“ angeboten
  • Rathausvorplatz – zentral gelegen und gut absicherbar
  • Bereich Richtung Graserschule – Innenstadt-nah mit kontrollierbarer Verkehrsführung
  • Volksfestplatz – großflächig und flexibel nutzbar

Ebersberger betont es gebe keine absolute Sicherheit, aber es gebe auch keinen Grund am La-Spezia-Platz unbedingt festhalten zu wollen, wenn wegen der Rahmenbedingungen dort die sichere Durchführung eben nicht gewährleisten werden könne.

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