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Wohnquartier Untere Herzoghöhe: Bebauungsplan liegt aus
Neue Solarpanel-Häuser mit Infrarotheizung sollen an der Unteren Herzoghöhe in Bayreuth entstehen. Ab dem 23. Februar ist der Entwurf des Bebauungsplans einsehbar.
Die Stadt Bayreuth bereitet den nächsten großen Schritt für das Wohnviertel „Untere Herzoghöhe“ vor. Mit einem innovativen Energiekonzept und einer modernen Architektur soll das Quartier nachhaltig umgestaltet werden. Ab dem 23. Februar können Bürger nun die Pläne einsehen.
Energetische Vorreiterrolle für Bayreuther Wohnviertel
Das Areal zwischen Ranke-, Fröbel-, Scheffel- und Dr.-Würzburger-Straße steht vor einem kompletten Umbruch. Nachdem der Stadtrat Ende Januar grünes Licht für die aktuellen Planungen gegeben hat, geht das Projekt nun in die Phase der öffentlichen Auslegung. Ziel der städtebaulichen Neustrukturierung ist es, den vorhandenen Baubestand abzureißen und durch hochmoderne, energieautarke „Sonnenhäuser“ zu ersetzen.
Die Architektur sieht überwiegend vier- bis fünfgeschossige Punkthäuser vor, die so platziert werden, dass die Sonnenenergie optimal genutzt werden kann. Zwischen den Baukörpern sollen großzügige Grünräume und verbesserte Wegebeziehungen entstehen, um die Lebensqualität im Viertel zu steigern. Bürger haben nun einen Monat lang Zeit, sich ein Bild von den Plänen zu machen und das Vorhaben durch Stellungnahmen aktiv mitzugestalten.
Öffentliche Beteiligung startet
- Zeitraum: Montag, Februar bis einschließlich 27. März.
- Online: Alle Unterlagen und Informationen hier.
- Vor Ort: Stadtplanungsamt, Wilhelm-Pitz-Straße 1 (WPS), 4. Obergeschoss.
Das Bauprojekt
- Lage: Quartier Untere Herzoghöhe (Ranke-/Fröbel-/Scheffel-/Dr.-Würzburger-Straße).
- Bauweise: Vier- bis fünfgeschossige Punkthäuser.
- Besonderheit: Fokus auf Energieautarkie („Sonnenhäuser“) und nachhaltige Grünraumgestaltung.
Service für Bürger
- Stellungnahmen: Vorzugsweise elektronisch einreichen. Wichtig: Fristgerechte Abgabe ist entscheidend für die Berücksichtigung im weiteren Verfahren.
- Kontakt: Fragen können per Mail oder Telefon (0921 25-1660) gestellt werden.
- Sprechzeiten für Auskünfte:
- Montag bis Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr.
- Nachmittags bei Bedarf nach vorheriger Terminvereinbarung.
- Öffnungszeiten zur Einsichtnahme:
- Mo, Di, Do: 08:00 – 16:00 Uhr
- Mi: 08:00 – 18:00 Uhr
- Fr: 08:00 – 12:00 Uhr
Artikel vom 28. Januar: Grünes Licht aus dem Stadtrat
Geplant ist ein neues, energieautarkes Wohnquartier im Bayreuther Stadtgebiet Herzoghöhe, angrenzend an die Dr.-Würzburger-Straße. Die Gemeinnützige Bayreuther Wohnungsbaugenossenschaft e.G (GBW) plant dort Mehrfamilienhäuser mit umfassender Photovoltaik-Ausstattung auf Dächern und Fassaden. In Kombination mit Infrarotheizungen, Batteriespeichern und digitalem Energiemanagement sollen rund 220 Wohnungen entstehen. Der Bau ist in vier Abschnitte über etwa acht Jahre vorgesehen. Ziel ist bezahlbarer, klimafreundlicher Wohnraum mit Pauschalmieten und Energieflat. Der Stadtentwicklungsausschuss bewertet das Projekt äußerst positiv.
Nachverdichtung als Schlüssel gegen Bayreuths Wohnungsnot
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger machte deutlich, dass höhere Bauweisen notwendig seien, um Wohnraum zu schaffen: „Wenn wir mehr Wohnungen im Stadtgebiet wollen, müssen wir in die Höhe gehen. Anders kriegen wir das nicht hin.“ Die geplanten Gebäude mit bis zu sechs Geschossen seien daher folgerichtig. Auch der innovative Baustil mit Solarpanelen steht im Zeichen der Zeit.
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Zustimmung aus dem Stadtrat
Breite Unterstützung kam aus mehreren Fraktionen. Stephan Specht (CSU) bezeichnete den aktuellen Baubestand im Plangebiet als nicht mehr zeitgemäß und wirtschaftlich kaum sanierbar. Der neue Entwurf sei daher sinnvoll. Besonders positiv bewertete er den geplanten Wohnriegel entlang der Würzburger Straße, der einen wichtigen Beitrag zum Schallschutz für die dahinterliegenden Gebäude leisten solle. Zudem verbessere die neue Planung die Durchlässigkeit des Quartiers für Fußgänger und Radfahrer deutlich.
Auch Andreas Zippel (SPD) lobte das Konzept. Es sei eine „wunderbare Anordnung“, die nicht nur Wohnraum schaffe, sondern mit energieautarken Sonnenhäusern auch ökologische Ziele verfolge. Zudem hob er die soziale Durchmischung hervor, die die GBW bei bisherigen Projekten erreicht habe.
Lob für Nachverdichtung und Klimaschutz
Georg Kämpf (BG) sprach von einem zentrumsnahen und sozial verträglichen Wohngebiet. Die Erhöhung der Geschosszahlen sei richtig, da neuer Wohnraum sonst nur durch zusätzliche Bodenversiegelung entstehen könne. Das Quartier werde ein Gewinn für viele Bayreutherinnen und Bayreuther.
Christopher Süß (JB) begrüßte ebenfalls die Planung, sprach aber offene Punkte an. Er verwies auf die stark befahrene Dr.-Konrad-Pöhner-Straße und äußerte Fragen zu Schallschutz und Parksituation. Diese Aspekte müssten im weiteren Verfahren genau im Blick behalten werden.
Stadtplanung: Lärmschutz und Stellplätze geregelt
Ulrich Meyer zu Helligen vom Stadtplanungsamt erläuterte, dass der Lärmschutz umfassend geprüft worden sei. Die geplanten Wohnriegel dienten nicht nur dem Schallschutz, sondern steigerten auch die Qualität der Freiflächen und Balkone. Zudem seien private Stellplätze auf den Grundstücken vorgesehen, da für Neubauten eine Stellplatzpflicht gelte.












©Claus Meyer
Moritz Plescher, Nummer 6. © Dirk Ellmer