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Grüne Schlieren auf dem Röhrensee: Stadt vermutet Blaualgen
Grünes Wasser, vermutlich Blaualgen: Am Röhrensee gibt es derzeit Grund, genauer hinzuschauen.
Der Röhrensee leuchtet grün. Die Stadt Bayreuth vermutet Blaualgen hinter der auffälligen Färbung. Für Fische und andere Tiere können die Cyanobakterien unter bestimmten Bedingungen gefährlich werden.
In Kulmbach sind am vergangenen Wochenende Tausende Fische in der Kieswäsch verendet, nachdem der Sauerstoffgehalt im Wasser stark abgesunken war. Auch Blaualgen werden als mögliche Ursache vermutet – bewiesen ist dieser Zusammenhang bislang aber nicht.
Wie hoch der Sauerstoffgehalt im Röhrensee derzeit ist und wie stark sich dort Blaualgen ausgebreitet haben, ist unklar. Der Röhrensee ist kein Badegewässer und wird daher nicht regelmäßig beprobt. Allerdings wurden nach Angaben des Stadtgartenamts bislang keine toten Fische beobachtet.
Warum können Blaualgen für Fische gefährlich werden?
Cyanobakterien, landläufig als Blaualgen bekannt, können sich bei warmen Temperaturen und einem hohen Nährstoffangebot stark vermehren. Bei Tageslicht produzieren sie zwar Sauerstoff. Unter bestimmten Bedingungen kann eine starke Vermehrung von Cyanobakterien den Sauerstoffhaushalt eines Gewässers aber aus dem Gleichgewicht bringen.
Das kann beispielsweise passieren, wenn größere Mengen abgestorbener Blaualgen von Mikroorganismen zersetzt werden. Dabei wird Sauerstoff verbraucht. Auch nachts sinkt der Sauerstoffgehalt, weil die Cyanobakterien dann selbst Sauerstoff benötigen. Wird der Wert zu niedrig, kann das für Fische lebensgefährlich werden.
Auch Giftstoffe, die einige Cyanobakterien bilden, können für Tiere gefährlich werden. Beispielsweise können Enten oder Hunde erkranken oder sogar sterben, wenn sie größere Mengen davon aufnehmen.
Zusätzlicher Sauerstoff für den See
Das Stadtgartenamt beobachtet den Röhrensee nach eigenen Angaben aufmerksam. Um einem möglichen Sauerstoffmangel vorzubeugen, wird der Röhrensee im Sommer zudem mit Sauerstoff versorgt. Neben der Fontäne im Norden des Sees sind dafür seit 2024 zwei weitere Anlagen im Einsatz, die das Wasser durchgehend mit Sauerstoff anreichern.
Damit soll verhindert werden, dass der Sauerstoffgehalt so stark absinkt, dass es zu einem Fischsterben kommt.
Kein Fischsterben am Röhrensee
Aktuell gibt es nach Angaben der Stadt also keine Hinweise auf ein Fischsterben. Auch einzelne tote Fische wurden demnach nicht beobachtet.
Die grüne Färbung des Wassers bedeutet damit nicht automatisch, dass der Röhrensee in einer ähnlichen Situation ist wie die Kieswäsch. Für eine vergleichbare Entwicklung sieht das Stadtgartenamt derzeit keine Anzeichen.
FAQ
Warum ist das Wasser im Röhrensee so grün?
Nach Einschätzung der Stadt handelt es sich vermutlich um Blaualgen. Eine regelmäßige Untersuchung des Röhrensees auf Blaualgen findet allerdings nicht statt.
Gibt es im Röhrensee ein Fischsterben?
Nein. Aktuell gibt es nach Angaben der Stadt keine Hinweise darauf – auch einzelne tote Fische wurden nicht festgestellt.
Was macht die Stadt vorbeugend?
Seit 2024 reichern zwei zusätzliche Belüfter neben der Fontäne das Wasser während der warmen Jahreszeit durchgehend mit Sauerstoff an. Damit soll ein mögliches Fischsterben verhindert werden.












Symbolbild: Pixabay
Symbolbild. © Pixabay