Zuletzt aktualisiert am
Himmelkron: Betrüger kassieren Bargeld und Schmuck
Ein Anruf, eine erfundene Einbruchsserie, eine Geldübergabe am Sonntagabend: In Himmelkron haben Täter mit der Masche der falschen Polizisten Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro gebeutet. . Die Kriminalpolizei Bayreuth ermittelt und sucht nach Zeugen, die den Abholer im Hohenzollernweg gesehen haben.
Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupteten, in der Nachbarschaft sei eingebrochen worden. Um die Wertgegenstände der Geschädigten in Sicherheit zu bringen, kündigten sie einen Abholer an. Gegen 19 Uhr erschien der Mann tatsächlich im Hohenzollernweg in Himmelkron und nahm Bargeld sowie Schmuck entgegen.
So lief die Geldübergabe in Himmelkron ab
Die Betrugsmasche folgt einem bekannten Muster: Mit der angeblichen Einbruchsserie in der Nachbarschaft bauen die Anrufer gezielt Druck auf und wecken die Sorge, das eigene Erspartes oder der Schmuck seien zu Hause nicht mehr sicher. Wer der Geschichte glaubt, übergibt seine Wertsachen am Ende an einen fremden Abholer – in der Annahme, sie würden von der Polizei nur vorübergehend verwahrt.
Der Mann, der die Beute im Hohenzollernweg entgegennahm, wird wie folgt beschrieben:
- männlich, schlank
- etwa 40 Jahre alt
- kurze schwarze Haare
- dunkel gekleidet
- zu Fuß unterwegs
Zeugenaufruf: Kripo Bayreuth bittet um Hinweise
Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen übernommen und sucht nach Zeugen, die gegen 19 Uhr im Bereich des Hohenzollernwegs in Himmelkron verdächtige Beobachtungen gemacht haben – etwa zu dem beschriebenen Mann oder zu einem möglichen Fahrzeug. Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer 0921/5060 entgegen.
Die Masche trifft Oberfranken regelmäßig
Die Kriminalpolizei Bayreuth ist regelmäßig mit Fällen der Masche „falsche Polizisten“ befasst, bei denen insbesondere Senioren am Telefon eine angebliche Einbruchsserie oder eine andere Notlage vorgespielt und sie so zur Übergabe von Bargeld oder Schmuck bewegt werden.
Dass sich Ermittlungserfolge bei dieser Betrugsform durchaus einstellen können, zeigt ein Fall aus Gefrees: Dort durchschaute eine Rentnerin 2023 den sogenannten Schockanruf, verständigte heimlich die Polizei und ermöglichte so die Festnahme eines Geldabholers direkt vor ihrer Wohnung. Die anschließenden Ermittlungen der Kripo Bayreuth deckten laut Staatsanwaltschaft Bayreuth eine bundesweite Betrugsserie des Mannes mit einer Gesamtbeute von rund 190.000 Euro auf.
Wie schützt man sich vor falschen Polizisten?
Die Polizei rät dazu, bei Anrufen mit angeblichem Bezug zu Einbrüchen oder Ermittlungen grundsätzlich misstrauisch zu sein. Wichtig: Die echte Polizei fragt niemals nach Bargeld, Schmuck oder Kontoständen und holt keine Wertsachen zur „Sicherung“ ab. Wer unsicher ist, sollte das Gespräch beenden und selbst über die 110 Kontakt zur echten Polizei aufnehmen – niemals über eine im Anruf genannte Nummer.
Häufige Fragen
Was ist die Masche der „falschen Polizisten“?
Betrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und täuschen eine Gefahr für das Vermögen des Opfers vor, etwa eine Einbruchsserie in der Nachbarschaft. Ziel ist es, die Angerufenen zur Übergabe von Bargeld oder Schmuck an einen angeblichen Abholer zu bewegen.
Was ist in Himmelkron genau passiert?
Unbekannte täuschten am Telefon einen Einbruch in der Nachbarschaft vor und ließen sich am Sonntagabend gegen 19 Uhr im Hohenzollernweg Bargeld und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro aushändigen.
Wer wird für die Geldübergabe in Himmelkron gesucht?
Gesucht wird ein etwa 40 Jahre alter, schlanker Mann mit kurzen schwarzen Haaren, dunkel gekleidet, der zu Fuß unterwegs war.
An wen kann ich mich mit Hinweisen wenden?
Zeugen können sich bei der Kriminalpolizei Bayreuth unter der Telefonnummer 0921/5060 melden.
Wie erkenne ich einen Betrugsanruf falscher Polizisten?
Warnsignale sind Fragen nach Bargeld, Schmuck oder Kontoständen sowie die Ankündigung eines Abholers. Die echte Polizei fordert so etwas nie. Im Zweifel auflegen und selbst die 110 wählen.












Fandung nach einem Flüchtigen. @canva
Der Jean Paul Art Space in der Friedrichstraße 5. © bt-Redaktion