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Polizei

Hubschrauber jagt Autodieb bei Bayreuth: A5 in Morast versenkt

Die Bayreuther Polizei jagte am Wochenende einen Autodieb, mit Hubschrauber und Suchhunden. Der Flüchtige versenkte unterdessen das Auto.

Die Bayreuther Polizei war über Stunden auf der Suche nach dem Autodieb. Der musste nach einem Unglück zu Fuß weiterflüchten.

Das Polizeipräsidium Oberfranken hat über den Fall berichtet.

Autodieb in Bayreuth unterwegs

Bayreuther Verkehrspolizisten waren am Samstagmorgen, am 14. Januar 2023, gegen 6 Uhr auf Streife in der Nürnberger Straße in Bayreuth. Sie wollten einen neuwertigen Audi A5 kontrollieren aus dem Zulassungsbereich Ingolstadt. Doch als der Fahrer des Audi die Streife bemerkte, gab er Gas. Er flüchtete „mit hoher Geschwindigkeit aus dem Stadtgebiet in Richtung Wolfsbach“, wie es im Polizeibericht heißt.

Die Polizei verfolgte den Audi über mehrere Ortschaften hinweg. Schließlich entdeckten die Beamten das Auto in einem Waldstück zwischen Seulbitz und Lankendorf, mit laufendem Motor. „Der Fahrer hatte das Fahrzeug im Morast versenkt und war deshalb zu Fuß weiter geflüchtet“, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit. Lesen Sie auch: Ein Raser hielt am Wochenende auf der A9 die Bayreuther Polizei in Atem.

Hubschrauber und Hunde helfen

Während die Polizisten den Flüchtigen suchten, brachte die Einsatzzentrale Oberfranken in Erfahrung, dass der Audi in der Nacht zum Samstag in Ingolstadt gestohlen worden war. Laut Eigentümer wurde der Audi im Jahr 2021 zum ersten Mal zugelassen, der Wert soll im hohen fünfstelligen Eurobereich liegen.

Die Verkehrspolizei Bayreuth bekam Unterstützung bei der Suche von umliegenden Dienststellen. Mit einem Polizeihubschrauber und Personensuchhunden leitete die Polizei eine große Fahndung ein. Das Polizeipräsidium Oberpfalz stellte zudem weitere Streifen aus Waldsassen, Kemnath und Eschenbach zur Verfügung.

Rund viereinhalb Stunden nach Beginn der Verfolgung, gegen 10.30 Uhr, waren die Beamten dann erfolgreich. Der Fahrer des Audi wurde in Lankendorf gesichtet und festgenommen. Es handelte sich um einen 26-jährigen polnischen Staatsbürger. Auf dem Weg zum Ort der Festnahme fiel einer Streifenbesatzung ganz in der Nähe ein Skoda mit polnischer Zulassung auf. Richtig vermutet, saß in diesem der Abholer, den sich der Dieb des Audi zwischenzeitlich aus Polen nach Oberfranken bestellt hatte. Auch bei diesem, einem 33-jährigen ebenfalls polnischen Staatsangehörigen, klickten die Handschellen.

Verdächtiger festgenommen

Nach der Festnahme des Tatverdächtigen und seines Helfers sowie der Sicherstellung des gestohlenen Audi wurden die beiden Männer der zuständigen Staatsanwaltschaft in Ingolstadt, dem Tatort des Diebstahls, zugeführt. Dort erwartet die beiden am Folgetag die Entscheidung eines Ermittlungsrichters über die Haftfrage.

Letztlich war es der guten Abstimmung untereinander und dem angepassten Handeln der eingesetzten Kräfte zu verdanken, dass keine Personen zu Schaden kamen und die Tatverdächtigen ihrem Strafverfahren zugeführt werden konnten.