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„Ich still, wo ich will“ Mütter setzen Zeichen für mehr Akzeptanz
Am 29. August geht es in Bayreuth um ein Thema, das für viele Mütter zum Alltag gehört: Stillen in der Öffentlichkeit. Ein Infostand in der Fußgängerzone will informieren und zeigen, warum sich niemand dafür verstecken sollte.
Am 29. August macht die Initiative „Ich still, wo ich will“ in Bayreuth auf das Thema Stillen in der Öffentlichkeit aufmerksam. In der Fußgängerzone wird es dazu einen Infostand geben.
Die Initiative wurde von stillenden Müttern und Stillberaterinnen ins Leben gerufen. Ihr Anliegen: Stillen soll auch außerhalb der eigenen vier Wände als das wahrgenommen werden, was es ist – etwas Natürliches und Teil des Familienalltags.
„Stillen ist ja was ganz Natürliches“
Eine der Organisatorinnen ist Mileena, die selbst als Stillberaterin arbeitet. Sie möchte mit der Aktion darauf aufmerksam machen, dass Mütter ihre Babys auch in der Öffentlichkeit stillen können sollten.
„Es geht darum, dass immer mehr Menschen wollen, dass in der Öffentlichkeit nicht gestillt wird. Die Mamas sind aber immer bereiter das zu machen. Und stillen ist ja was ganz Natürliches. Das nährt das Baby, das sucht die Nähe bei der Mama und wir wollen einfach zeigen dass das wichtig ist und was ganz natürliches und dass das auch überall stattfinden darf.“
Stillen im Café oder lieber an einem ruhigen Ort?
Die Organisatorinnen betonen, dass es selbstverständlich auch Situationen geben kann, in denen ein ruhigerer Ort für Mutter und Kind angenehmer ist. Ausschlaggebend sei aber, dass die Mutter selbst entscheiden könne, was für sie und ihr Kind gerade passt.
„Aber wenn ich grad mit Freundinnen im Café sitz und Mein Kind stört es nicht, dann kann ich doch Mein Kind auch einfach im Café stillen.“
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Mehr Sichtbarkeit für stillende Mütter
Auch Isabel, die ebenfalls als Stillberaterin arbeitet und die Aktion mitorganisiert, möchte vor allem mehr Aufmerksamkeit für das Thema schaffen. Ihrer Erfahrung nach sei vielen Menschen gar nicht bewusst, wie verletzlich sich Mütter beim Stillen in der Öffentlichkeit fühlen können.
„Und Mir geht’s einfach darum mehr Sichtbarkeit für das Thema stillen in der Gesellschaft zu schaffen weil ich glaube vielen ist gar nicht bewusst wie hart das für Mütter sein kann in der Öffentlichkeit zu stillen.“
Es gehe dabei auch um die Sorge, beobachtet oder mit Kommentaren konfrontiert zu werden. Die Botschaft der Initiative ist deshalb klar:
„Stillende Mütter sind auch Teil der Gesellschaft und Babys haben Hunger und deswegen dürfen sie auch in der Öffentlichkeit gestellt werden.“
„Man braucht sich nicht verstecken “
Karina ist Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin sowie Stillberaterin und arbeitet auf der Wochenbettstation des Klinikums Kulmbach. Sie begleitet Frauen bereits beim Start ihrer Stillbeziehung und setzt sich ebenfalls für mehr Unterstützung und Sichtbarkeit ein.
Was können andere Menschen tun?
Alle anderen können dazu beitragen, dass Stillen in der Öffentlichkeit selbstverständlich bleibt. Vor allem unangenehmes Starren könne bei betroffenen Müttern das Gefühl auslösen, nicht willkommen zu sein.
„Am besten nicht glotzen das gibt uns oft das Gefühl dass wir unerwünscht sind und unangenehme Blicke möchte niemand.“
Wer eine stillende Mutter sieht, könne stattdessen freundlich reagieren oder Unterstützung anbieten. Wenn eine Mutter beispielsweise keinen geeigneten Platz hat, könne man ihr einen Sitzplatz anbieten. Bei negativen Kommentaren sei außerdem Zivilcourage gefragt.
„Wenn ihr mitbekommt dass doofe Kommentare kommen dass vielleicht eine Mama auch dazu aufgerufen wird den Ort zu verlassen dann zeigt Courage und steht für sie und das Kind auf.“
Am 29. August in Bayreuth
Wer mehr über das Thema Stillen, die Arbeit von Stillberaterinnen und die Initiative erfahren möchte, kann den Infostand von „Ich still, wo ich will“ am 29. August in der Bayreuther Fußgängerzone besuchen. Dort soll über das Stillen informiert und gleichzeitig ein Zeichen für mehr Akzeptanz im öffentlichen Raum gesetzt werden.
FAQ
Wann findet die Aktion statt?
Der Infostand findet am 29. August in der Bayreuther Fußgängerzone statt.
Wer steckt hinter „Ich still, wo ich will“?
Die Initiative wurde von stillenden Müttern und Stillberaterinnen ins Leben gerufen.
Worum geht es bei der Initiative?
Sie möchte für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz beim Stillen in der Öffentlichkeit sorgen und darüber informieren.












Der Dirigent Axel Kober ist Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbandes Bayreuth. Im Bild (von links) RWV-Vorsitzender Peter Leonhardt, sein Stellvertreter Stefan Specht, Axel Kober, Festspielleiterin Katharina Wagner sowie Nicolaus Richter, Vorstandsmitglied des Wagner-Verbandes. Foto: RWV Bayreuth/Breunig
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