Corona-Virus

Impfzentrum in Bayreuth: Könnte es bei Bedarf wieder öffnen? Corona-Lage in Bayern „besorgniserregend“

Das Bayreuther Impfzentrum an der Johannes-Kepler-Realschule gibt es seit Ende September nicht mehr. Aber was passiert, wenn es wieder gebraucht würde? Das bt hat nachgefragt.

Von Dezember 2020 bis September 2021 war eines der Bayreuther Impfzentren in der Turnhalle der Johannes-Kepler-Realschule aufgebaut.

Die Impfquote stagniert seit Wochen. Auch in Bayern gibt es derzeit kaum nennenswerten Zuwachs hinsichtlich der vollständig Geimpften. Die Inzidenz steigt in Deutschland allmählich wieder. Kann das Impfzentrum im Fall der Fälle wieder den Betrieb aufnehmen? Das bt hat sich bei der zuständigen Stelle informiert.

Impfzentrum in Bayreuth jederzeit wieder möglich

Seit Anfang Oktober hat das Impfzentrum an der Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth geschlossen. Neun Monate lang wurde dort geimpft. Aktuell stagniert die Impfquote in Bayreuth seit Wochen. Rund zwei Drittel der Bevölkerung ist vollständig geimpft. Eine Virologin schockte erst kürzlich mit einem „neuen“ 3G in drastischen Worten: „Geimpfte, Genesene, Gestorbene.“

Wäre bei stark ansteigenden Inzidenzen eine Wiederaufnahme des Betriebs des Impfzentrums an der Realschule II denkbar? Das bt hat beim Landratsamt nachgefragt.

So lange würde es dauern, bis das Impfzentrum in Bayreuth wieder bereit wäre

Von der Erstplanung bis zur Inbetriebnahme des Impfzentrums Ende 2020 seien damals rund fünf Wochen vergangen, heißt es aus dem Medienbüro des Landratsamtes. Nachdem das Impfen gegen Corona in der Johannes-Kepler-Realschule eingestellt wurde, sei die Ausstattung weiterhin greifbar. „Das Inventar wird vor Ort zum einen Teil in einem Container gelagert, ein anderer Teil befindet sich im Schulgebäude“, gibt Pressesprecher Hannes Huttinger Auskunft. Ihm zufolge wurde nichts verkauft oder anderweitig weitergegeben. „Da wir dazu verpflichtet sind, das Impfzentrum gegebenenfalls innerhalb von vier Wochen wiederaufzubauen, wurde nichts verkauft.“

Der bayerische Staatskanzleiminister Florian Herrmann nannte die erst am 26. Oktober die Corona-Lage in Bayern weiter „besorgniserregend“. Falls die Situation es erfordern sollte und die Rahmenbedingungen der Politik gegeben seien, wäre ein Aufbau also jederzeit möglich. „Das wäre innerhalb von vier Wochen möglich“, bestätigt Huttinger.