Coronavirus

Impfzentrum im Landkreis Bayreuth startbereit: So läuft die Impfung in Zukunft ab

Im Landkreis Bayreuth ist das Impfzentrum startbereit: Direkt unterhalb der Sana Klinik in Pegnitz wurde das Impfzentrum eingerichtet. Bevor mit der Vereinbarung von Terminen und dem Impfen losgelegt werden kann, fehlt noch die wichtigste Sache – der Impfstoff.

Ein paar Meter unterhalb der Sana Klinik in Pegnitz ist das Impfzentrum für den Landkreis Bayreuth jetzt fertiggestellt.

Impfzentren in Stadt und Landkreis Bayreuth

Stadt und Landkreis Bayreuth arbeiten in Sachen Impfzentren zusammen, erklärt Landrat Florian Wiedemann. Diese Zusammenarbeit habe schon bei den Testzentren gut funktioniert. In Stadt und Landkreis Bayreuth gibt es insgesamt drei Impfzentren.

Eines unterhalb der Sana Klinik in Pegnitz und eines in der Turnhalle der Johannes-Kepler-Realschule in Bayreuth. Das dritte Impfzentrum ist in der Turnhalle neben dem Stadtbad in Bayreuth eingerichtet und wird nur dann in Betrieb genommen, wenn die anderen beiden Impfzentren ausgelastet und am Rande ihrer Kapazität angelangt sind.

Impfzentrum in Pegnitz

„Ohne externe Unterstützung von der Sana Klinik und vom Klinikum Bayreuth hätten wir es nicht schaffen können, das Ganze mit so einer Expertise aufzuziehen“, macht Wiedemann deutlich. Leiter und Koordinator des Impfzentrums in Pegnitz ist Dr. Christian Birnmeyer. Er ist zudem Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie.

Nur ein paar Meter unterhalb der Sana Klinik in Pegnitz, direkt gegenüber eines Klinik-Parkplatzes, ist das Impfzentrum errichtet. Entsprechende Schilder sind aufgebaut und weisen darauf hin. Ein grüner Teppich weist die Laufrichtung.

Einige Schritte nach Betreten dieses Teppichs gelangt man zu zwei Containern. Diese müssen vor der Impfung passiert werden. In ihnen findet der administrative Teil der Impfung statt, also die Anmeldung und Aufklärung.

Impfzentrum in Container und Ärztehaus

Dort erhält der Impfling auch einen Anamnesebogen. Hat man diese Stationen hinter sich gebracht, führt der Weg aus den Containern wieder hinaus ins Freie. Dort folgt man dem grünen Teppich weiter bis zum Ärztehaus.

In diesem findet dann die Impfung statt. Direkt im Ärztehaus ist bereits ein spezieller Kühlschrank aufgebaut, in dem dann später der Impfstoff aufbewahrt wird. Im selben Raum werden die Impfdosen auch vorbereitet.

Ablauf der Corona-Imfpung

Für die Impfungen selbst stehen drei Räume zur Verfügung. In einem Raum ist Platz für vier Impflinge, in den beiden anderen können jeweils nur drei Personen zugleich geimpft werden.

Ist die Impfung schließlich durchgeführt, folgt die Beobachtungsphase. Die kann auf eigenen Wunsch jedoch entfallen. Am Ausgang gibt man den Anamnesebogen schließlich wieder ab und folgt nun einem braunen Teppich. Dieser führt vom Impfzentrum weg. Die Laufwege sind so durchdacht, dass sie nur einmal in eine Richtung gegangen werden müssen.

Corona-Impfstoff kurz vor Zulassung

Obwohl noch kein Impfstoff zugelassen ist, bekommen Landratsamt und Sana Klinik in Pegnitz schon jetzt Anrufe von Bürgern, die sich zur Impfung anmelden wollen. „Auch wenn jetzt hier schon die Schilder stehen und wir bereit wären, können wir noch nicht impfen, weil wir schlichtweg noch keine Impfdosen haben“, sagt Landrat Florian Wiedemann.

Laut verschiedener Medienberichte soll der Impfstoff wahrscheinlich am 21. Dezember 2020 zugelassen werden. Konkrete Anweisungen hat das Impfzentrum in Pegnitz jedoch noch nicht erhalten. Dennoch steht bereits fest, dass Termine zum Impfen vereinbart werden müssen.

Impfung nur bei Termin

„Wer ohne Termin vor dem Impfzentrum steht, wird wieder weggeschickt“, sagt Dr. Christian Birnmeyer. Im Landratsamt Bayreuth wird für die Vergabe von Terminen extra ein Call Center eingerichtet. „Die Nummern geben wir aber erst raus, wenn es soweit ist. Momentan hat es noch keinen Sinn“, erklärt Wiedemann.

Die Termine müssen vereinbart werden, weil der Impfstoff rationiert ist, sagt Birnmeyer. Die Impfungen werden durchgetaktet sein. „Vor uns liegt ein Marathonlauf, kein Sprint.“ Für den Arzt ist es wichtig zu sagen, dass die Impfungen den Bürgern eine gewisse Sicherheit zurückgeben sollen. Jeder könne geimpft werden, allerdings nicht sofort.

Impfung nach Prioritätenliste

Wer zuerst eine Impfung bekommt, wird von der Staatsregierung bestimmt. Dazu werde es zu gegebener Zeit Informationen geben. „Die Menschen können sich dann über ein Portal anmelden und bekommen entsprechend dieser Prioritätenliste einen Termin zugewiesen“, erklärt Birnmeyer. Eine telefonische Anmeldung werde wohl auch möglich sein, sei jedoch aufwendiger als die Online-Anmeldung.

Impfauffrischung nach drei Wochen

Nach dem ersten Termin bekommen die Impflinge einen weiteren Termin zugeteilt, da die Impfung nach drei Wochen aufgefrischt werden muss.

„Das beschäftigt uns logistisch auch. Wir müssen ja nach drei Wochen die doppelte Menge an Impflingen abhandeln können“, sagt Birnmeyer. Das sei aber bereits in der ganzen Logistik berücksichtigt.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler