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Indoor-Spielplätze im Bayreuther Raum während Corona: Darum hat der eine mehr Besucher, der andere weniger

Kinder in Bayern haben Ferien. Corona und schlechtes Wetter sind echte Spielverderber. Profitieren Indoor-Spielplätze in und um Bayreuth von der Situation?

Die Sommerferien 2021 sind für Kinder eine Herausforderung. Corona erschwert das Reisen, der Regen das Spielen an der Luft.

Profitieren Indoor-Spielplätze von den besonderen Umständen? Das bt hat bei Gigaplay und Tschaka Bay in der Region Bayreuth nachgefragt.

Gigaplay im Kreis Bayreuth: „quasi Ersatzurlaub“

Das Gigaplay in Weidenberg ist eine Anlaufstelle für Kinder. Seit dem 12. Juni 2021 hat der Indoor-Spielplatz nach dem Lockdown geöffnet. Corona-Regeln gelten allerdings weiter: „Nur in Bayern müssen Kinder beim Spielen eine Maske tragen“, sagt der Betreiber Muhammad-Ali Sarmad. In anderen Bundesländern sei das nicht der Fall. Dort werden Indoor-Spielplätze wie Fitness-Studios behandelt. Fair findet Sarmad das nicht. Allerdings ist ab dem 2. September die FFP2-Pflicht in Bayern entfallen. Hier gibt es die neuen Corona-Regeln im Detail.

Sarmad beobachtet, dass mehr Kinder und Eltern als gewöhnlich ins Gigaplay nach Weidenberg kommen. Einige Familien kenne er mittlerweile vom Sehen, weil sie regelmäßig kämen. „Für manche mag das quasi Ersatzurlaub sein“, sagt er. Gerade unter der Woche kämen mehr Kinder als während normaler Sommerferien. Sarmad vermutet, dass das daran liegt, weil ein anderer Indoor-Spielplatz in Bayreuth derzeit nur am Wochenende geöffnet hat.

Tschakka Bay in Bayreuth: So viele Gäste durften rein

In Bayreuth gibt es das Tschakka Bay im Industriegebiet unweit der Autobahn. Seit März 2014 betreiben es Sven und Nadine Schelle. „Wäre jetzt kein Corona, hätten wir wahrscheinlich jeden Tag Hochbetrieb“, sagt Sven Schelle, wenn er auf das regnerische Wetter in den Sommerferien zurückblickt.

Wegen Corona durften bis zum 1. September maximal 150 Besucher in das Spielhaus. „Bei Sonnenwetter waren es auch schon mal nur 30. Normalerweise haben wir eine Genehmigung für 400 Gäste“, sagt Nadine Schelle. „Aber wir machen bei 350 Gästen einen Einlassstopp. Dann haben wir immer noch ein bisschen Luft, falls Familien mit mehreren Kindern kommen sollten.

Tschakka Bay in Bayreuth: Erst mit Maske, dann ohne, dann wieder mit

Aktuell hat das Tschakka Bay Freitag bis Sonntag geöffnet. „Wenn wir geöffnet haben, kostet uns das mehr, als wenn geschlossen ist“, sagt der Chef. „Drei Posten müssen permanent mit Personal besetzt sein: Kasse, Küche und Hygiene.“

Geöffnet hat das Tschakka Bay seit dem 30. Juli wieder. Die ersten Tage mit Maskenpflicht für Kinder, ab dem 5. August ohne. Dann seit dem 12. August wieder mit Maske für Kinder. Ein Entscheid das Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs in Würzburg sowie eine anschließende Beschwerde sind der Grund für das ständige Hin und Her.

Die Betreiber hoffen, mit den neuen Corona-Regeln seit dem 2. September wieder mehr Besucher empfangen zu dürfen – ohne FFP2-Maske. „Uns rufen regelmäßig Eltern vor dem Besuch an und erkundigen sich nach den Regeln. Jetzt behalten wir eben nicht nur die Inzidenz, sondern auch die Anzahl der belegten Krankenhausbetten im Auge. Tagesaktuell, so gut es eben geht“,sagt Nadine Schelle.

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