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Innovationslabor „lab“ zieht nach Pegnitz
Die Entscheidung im Kreisausschuss ist gefallen, das neue Innovationslabor des Landkreises Bayreuth soll in Pegnitz entstehen. Mit diesem wegweisenden Beschluss wird ein zentraler Baustein für den systematischen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und regionaler Wirtschaft gesetzt.
Der Kreisausschuss hat entschieden
Ein wichtiger Meilenstein für die Wirtschaftsförderung im Landkreis Bayreuth ist genommen: Das geplante Innovationslabor (Lab) wird in der Stadt Pegnitz angesiedelt werden. Diesen Beschluss fasste der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung auf Basis einer fundierten Expertenempfehlung. Nach der Entscheidung betont Bürgermeister Wolfgang Nierhoff gegenüber dem Bayreuther Tagblatt:
„Wir freuen uns sehr, dass sich der Kreisausschuss mehrheitlich für den Standort Pegnitz ausgesprochen hat, um so aktiv etwas für die Entwicklung unserer Region zu tun. Nach diesem positiven Signal hoffen wir nun auf eine ebenso positive Entscheidung im Kreistag Ende Juni.“
Bevor das Projekt endgültig starten kann, steht zwar noch die formelle Zustimmung im Kreistag aus, doch die Weichen für den neuen Innovations-Hotspot im südlichen Landkreis sind damit gestellt.
Ein wichtiger Baustein für die regionale Wirtschaft
Das neue Lab entsteht in engem Zusammenhang mit dem Regionalen Gründer- und Innovationszentrum (RIZ), welches direkt am Campus der Universität Bayreuth angesiedelt ist. Als funktionale und räumliche Ergänzung soll das Labor im Landkreis vor allem eines leisten: Es schafft niedrigschwellige Zugänge zu Innovations- und Transferaktivitäten. Zielgruppe sind insbesondere bereits bestehende Unternehmen in der Region, die auf diese Weise viel stärker und unkomplizierter in zukunftsweisende Prozesse eingebunden werden sollen.
Keine klassische Außenstelle
Anschub durch die Universität Bayreuth
Wichtig für das Verständnis, das wurde auch in der Sitzung des Kreisausschusses deutlich: Das Innovationslabor ist keine reine Außenstelle des RIZ. In den ersten drei Jahren wird das Lab unter der Trägerschaft der Universität Bayreuth betrieben. Die Universität bringt das nötige wissenschaftliche Know-how direkt in die Fläche des Landkreises. Um den Start zu sichern, werden zudem zwei Stellen über die Oberfrankenstiftung eingerichtet, was die Bedeutung des Projekts für ganz Oberfranken unterstreicht.
Der Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit
Nach dieser dreijährigen Anschubphase muss sich das Innovationslabor komplett selbst tragen. Die Finanzierung soll dann über reine wirtschaftliche Tätigkeit, gezielte Förderungen und Kooperationen abgewickelt werden. Genau aus diesem Grund war die Wahl des absolut am besten geeigneten Standorts von so immenser Bedeutung für das gesamte Vorhaben, um eine langfristige Tragfähigkeit zu garantieren, heißt es in der Sitzung.
Der Weg zur Standortentscheidung
Kriterienbasierte Suche im Landkreis
Bereits am 13. Dezember 2024 hatte der Kreistag das Innovationslabor als Ergänzung zum RIZ grundsätzlich beschlossen. Während für das RIZ am Campus bereits ein Konzept vorliegt, mussten die Details für das Landkreis-Lab erst erarbeitet werden. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Bayreuth startete dazu im vergangenen Jahr einen Aufruf an alle kreisangehörigen Städte, Märkte und Gemeinden, geeignete Objekte zu melden.
Gutachten bringt die Entscheidung
Um eine vollkommene und belastbare Entscheidungsgrundlage zu erhalten, wurde ein umfassendes Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses wurde vollständig durch die Oberfrankenstiftung finanziert. Als externer Experte für Organisationsentwicklung prüfte Professor Frens Kroeger die vorgeschlagenen Standorte im Rahmen einer strukturierten Stabilitätsprüfung. Das klare Ergebnis dieser fachlichen Einordnung war eine priorisierte Standortempfehlung für die Stadt Pegnitz und das dortige alte Bahnhofsgelände.
Diskussion im Gremium: Formsache oder echtes Auswahlverfahren?
Trotz der klaren gutachterlichen Empfehlung gab es im Kreisausschuss auch kritische Töne. Aus dem Gremium wurde der Vorwurf laut, dass Landrat Florian Wiedemann schon von Anfang an gewusst habe, dass es Pegnitz werden soll, da die Stadt schlichtweg am geeignetsten sei. Die offizielle Ausschreibung an die Gemeinden wurde von Kritikern daher als reine Formsache bezeichnet. Landrat Wiedemann wies diesen Vorwurf im Ausschuss jedoch entschieden zurück und betonte die Offenheit des Prozesses.
FAQ
Warum wurde ausgerechnet Pegnitz als Standort für das Innovationslabor ausgewählt?
Die Entscheidung basiert auf einem kriterienbasierten Auswahlprozess und einer Stabilitätsprüfung durch den externen Gutachter Professor Frens Kroeger. Pegnitz ging aus dieser fachlichen Prüfung als priorisierte Standortempfehlung hervor, da es das am besten geeignete Objekt bot.
Wer betreibt das Innovationslabor und wie wird es finanziert?
In den ersten drei Jahren wird das Lab von der Universität Bayreuth betrieben, zudem werden zwei Stellen durch die Oberfrankenstiftung eingerichtet. Nach diesem Zeitraum muss sich das Labor durch wirtschaftliche Tätigkeit und Förderungen selbst finanzieren.
Was unterscheidet das Lab vom RIZ an der Universität?
Das RIZ befindet sich direkt auf dem Campus in Bayreuth und verfügt bereits über ein fertiges Betriebskonzept. Das Lab in Pegnitz ist keine Außenstelle, sondern eine Ergänzung, die gezielt regionalen Unternehmen im Landkreis einen einfachen Zugang zu Wissenstransfer und Innovationen bietet.












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