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Internationale Samurai-Kampfkunst live in Bayreuth
Würfe, Stock- und Schwerttechniken und mittendrin ein 75-jähriger Großmeister aus Japan. Bayreuth wird vom 5. bis 7. Juni zum internationalen Treffpunkt einer über 300 Jahre alten Kampfkunst.
Für Bayreuth und sogar Deutschland ist das eine Premiere. Zum ersten Mal findet der Internationale Taikai der Hontai Yōshin-Ryū, also das weltweite Treffen dieser Stilrichtung, mit einem besonderen Ehrengast auf deutschem Boden statt.
Im Sportzentrum Bayreuth (Sportpark 3) treffen sich vom 5. bis 7. Juni rund 100 Praktizierende der Hontai Yōshin-Ryū aus verschiedenen Ländern, darunter auch aus den USA und Australien. Eingeladen hat der Taidokan Bayreuth, die einzige legitimierte Schule für diese Kampfkunst in Deutschland.
Hontai Yōshin-Ryū – 22. Internationaler Taikai in Bayreuth
Hontai Yōshin-Ryū gehört zur Gruppe der sogenannten Koryu. So werden die alten Schulen der japanischen Kampfkunst bezeichnet, die vor der Meiji-Restauration 1886 entstanden sind und ihre Herkunft durch Dokumente belegen können. Diese Kampfkunst umfasst drei Schwerpunkte: waffenlose Techniken gegen Angreifer, den Umgang mit Stock und schließlich das Schwert.
Der 19. Großmeister als Ehrengast
Das Besondere an diesem Wochenende ist die Anwesenheit von Inoue Kyoichi Munenori. Er ist der 19. Soke, also Großmeister, der Tradition Hontai Yōshin-Ryū. Die Schule geht auf den Samurai Takagi Orion zurück, der sie im 17. Jahrhundert begründete. Seitdem wurde sie in einer klar nachvollziehbaren Linie von Großmeistern weitergegeben.
„Das ist für uns eine sehr ehrenvolle Sache“, sagt Michael Wagner, Dojoleiter des Taidokan Bayreuth.
Vor dem Treffen ist der Großmeister gemeinsam mit der Schule aus Bayreuth in der Region unterwegs und erkundet diese. Einblicke zum Besuch teilte die Schule über Facebook mit.
Das internationale Treffen beginnt am Freitag. Den Großmeister beim Training mit den Praktizierenden zu erleben, bietet Besuchern eine seltene Gelegenheit, eine mehr als 300 Jahre alte Kampfkunsttradition hautnah mitzuerleben und japanische Kultur in ihrer konzentrierten Form kennenzulernen.
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Was Zuschauer beim Internationalen Taikai erwartet
Das Programm im Sportzentrum Bayreuth verteilt sich auf drei Tage:
- Freitag von 14.30 bis 17.00 Uhr
- Oberbürgermeister Andreas Zippel und der Leiter des Sportamtes sprechen um 14.30 Uhr ein Grußwort zum Auftakt des Treffens.
- Samstag von 10.00 bis 12.30 Uhr und von 14.15 bis 16.30 Uhr
- Sonntag von 11.00 bis 13.30 Uhr
Zu sehen gibt es die verschiedenen Facetten dieser Kampfkunst. Hontai Yōshin-Ryū umfasst waffenlose Abwehrtechniken (Jujutsu), Techniken mit Kurz- und Langstock (Bojutsu) sowie Schwerttechniken mit dem Katana (Iaijutsu). Die Techniken werden in festgelegten Formen, sogenannten Kata, gezeigt und geübt.
Die Taidokan Bayreuth: Deutschlands einzige legitimierte Hontai-Yoshin-Ryu-Schule
Die Taidokan Bayreuth öffnete im Dezember 1998 ihre Türen als Schule für traditionelle Kampfkunst und Selbstverteidigung. Seit 2005 folgt sie der Stilrichtung Hontai Yōshin-Ryū. Organisatorisch gehört die Schule zum italienischen Zweig der Tradition.
Das Dojo befindet sich im ersten Stock eines denkmalgeschützten Altbaus im Gebäudekomplex des markgräflichen Prinzessinnenhauses, Markgrafenallee 44. Auf rund 250 Quadratmetern trainieren Erwachsene, Jugendliche und Kinder gemeinsam. Die Schule beschreibt sich selbst als kleine Übungsgruppe, die individuelles Lernen ermöglicht.
Mehr über die Schule auf ihrer Webseite.












Am Fenster des Wohnhauses hängt eine Regenbogenflagge. Sie gilt weltweit als Symbol für die LGBTQ+-Community und steht für Vielfalt, Akzeptanz und die Gleichberechtigung unterschiedlicher sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Foto: Fabien Popp
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