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Jugendarbeitslosigkeit in Bayreuth steigt deutlich an
Der Arbeitsmarkt in Bayreuth-Hof bleibt im September 2025 angespannt: Mehr Arbeitslose als im Vorjahr, weniger offene Stellen und vor allem junge Menschen und Langzeitarbeitslose unter Druck. Ein Überblick über die aktuellen Zahlen und Trends.
Arbeitslosigkeit steigt leicht gegenüber dem Vorjahr
Im Agenturbezirk Bayreuth-Hof waren im September 2025 12.727 Menschen arbeitslos gemeldet – nahezu unverändert gegenüber dem Vormonat, aber 1.060 mehr als vor einem Jahr (+9,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag bei 4,9 Prozent (September 2024: 4,5 Prozent)
Besonders betroffen sind weiterhin jüngere Menschen unter 25 Jahren mit einem Anstieg von 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr sowie ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab 55 Jahren (+10,8 Prozent). Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen erhöhte sich deutlich um 11,8 Prozent.
Unterschiede zwischen SGB III und SGB II
Ein Blick auf die Rechtskreise zeigt:
- Im SGB III (Arbeitslosengeld I) waren 6.333 Personen arbeitslos, rund 19 Prozent mehr als im Vorjahr.
- Im SGB II (Grundsicherung, „Bürgergeld“) wurden 6.394 Arbeitslose gezählt, ein leichter Anstieg um 0,8 Prozent.
Damit verteilt sich die Arbeitslosigkeit im Bezirk fast hälftig auf beide Rechtskreise.
Rückgang bei den offenen Stellen
Der Stellenmarkt zeigte im September eine eher schwache Entwicklung. Den Arbeitsagenturen und Jobcentern im Bezirk waren 5.501 offene Stellen gemeldet – 17 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auch die Neumeldungen gingen zurück: Mit 826 neu gemeldeten Arbeitsstellen lagen sie um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert
Seit Jahresbeginn summieren sich die Stellenmeldungen auf 8.479 – ein Minus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Regionale Unterschiede: Bayreuth und Hof im Fokus
In der Stadt Bayreuth waren im September 2.329 Personen arbeitslos – ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders auffällig: Die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen unter 25 stieg hier sogar um knapp 24 Prozent.
In der Stadt Hof fiel der Anstieg mit 16,2 Prozent mehr Arbeitslosen noch deutlicher aus. Insgesamt waren dort 802 Personen arbeitslos gemeldet. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen kletterte um mehr als 50 Prozent.
Die Landkreise Bayreuth, Hof, Kulmbach und Wunsiedel zeigten ein gemischtes Bild: Während in einigen Bereichen die Zahl der Arbeitslosen stagnierte, sind die Rückgänge bei den gemeldeten Arbeitsstellen fast überall spürbar.
Fazit: Herausforderungen am regionalen Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt in Oberfranken zeigt sich im September 2025 insgesamt stabil, aber belastet durch weniger offene Stellen und steigende Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich. Besonders die schwierige Lage für Jüngere, Langzeitarbeitslose und ältere Arbeitnehmer verdeutlicht den Handlungsbedarf.











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