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Junges Bayreuth und FDP schmieden Fraktionsgemeinschaft
Zwei Farben, ein Kurs: Im Bayreuther Stadtrat rücken das Junge Bayreuth (JB) und die FDP zusammen. Mit einer neuen Fraktionsgemeinschaft wollen sie die Stadtpolitik effizienter gestalten – ohne dabei ihre eigene Identität aufzugeben. Der Fokus liegt klar auf Modernisierung und soliden Finanzen.
Die Stadträte des Jungen Bayreuth und der FDP gehen künftig gemeinsame Wege. Schon im Wahlkampf war das Verhältnis der beiden Kontrahenten Luisa Funke-Barjak (FDP) und Christopher Süß (JB) um das Amt des Oberbürgermeisters augenscheinlich freundschaftlich. Auch inhaltlich gab und gibt es große Schnittmengen. Nun wollen beide Gruppierungen ihre Kräfte bündeln. Das Ziel: Mehr Gewicht in den Ausschüssen und eine schlagkräftige Opposition beziehungsweise Gestaltungskraft im Rat.
In der zurückliegenden Periode hatte die FDP mit der DU und der Frauenliste eine gemeinsame Fraktion. Die DU geht dieses mal mit der CSU in eine Fraktion.
Gemeinsam und doch eigenständig
Trotz der neuen Struktur betonen beide Seiten die Eigenständigkeit. Man wolle dort kooperieren, wo die Schnittmengen am größten sind. Der gemeinsame Nenner ist dabei deutlich formuliert: Eine sachliche, verantwortungsvolle und vor allem lösungsorientierte Politik jenseits von ideologischen Gräben.
Die Agenda: Digital, Solide, Zukunftsorientiert
Die Prioritätenliste der neuen Gemeinschaft liest sich wie ein Modernisierungskatalog für die Wagnerstadt. Fünf Kernpunkte stehen im Zentrum:
- Bildung zuerst: Investitionen in moderne Schulen haben oberste Priorität.
- Verwaltung 2.0: Das Rathaus soll digitaler, effizienter und bürgernäher werden.
- Finanz-Check: Gefordert wird eine solide, generationengerechte Haushaltspolitik.
- Baustellen-Management: Bessere Planung und striktere Kontrolle bei städtischen Bauprojekten sollen Kostenexplosionen verhindern.
- Wirtschaftsmotor: Der Standort Bayreuth muss gestärkt werden, um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen zu sichern.
Ein Blick nach vorn
„Bayreuth zukunftsfähig weiterentwickeln“ – so lautet das Mantra der neuen Fraktion. In Zeiten knapper Kassen setzen JB und FDP auf einen effizienten Mitteleinsatz und einen scharfen Blick für die Realität.
Kritiker könnten monieren, dass die Eigenständigkeit der kleinen Parteien in einer Fraktionsgemeinschaft verwässern könnte. Doch für die Stadträte scheint der Benefit klar zu sein: Wer in Bayreuth wirklich etwas bewegen und auch in den Ausschüssen vertreten sein will, braucht Mehrheiten und eine klare Stimme. Die neue Allianz ist der Versuch, genau diese PS auf die Straße zu bringen.
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