Zuletzt aktualisiert am
KiK dünnt sein Filialnetz europaweit aus – ist auch Bayreuth betroffen?
Der Textil-Discounter KiK („Kunde ist König“) zieht sich aus zahlreichen Standorten zurück. Europaweit sollen bis Ende 2026 rund 225 Filialen schließen, in Deutschland etwa 150. Ob auch Bayreuth betroffen ist, bleibt bislang unklar.
KiK baut sein Filialnetz massiv zurück. Europaweit sinkt die Zahl der Geschäfte bis Ende 2026 um rund 225 auf etwa 4.000, wie Geschäftsführer Christian Kümmel gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. In Deutschland sollen rund 150 Filialen schließen – das entspricht etwa sechs Prozent des Standorte-Netzes. Im Raum Bayreuth unterhält das Unternehmen drei Filialen, deren Zukunft derzeit offen ist.
Warum KiK sein Filialnetz ausdünnt
Kümmel begründet den Rückzug mit einer zu aggressiven Expansion in der Vergangenheit. Gegenüber der dpa sagte er: „Die Formel: ‚Wir machen fünf neue Filialen auf und haben fünfmal so viele Kunden‘ ist nicht 100-prozentig aufgegangen.“ In einigen Regionen lagen Filialen weniger als einen Kilometer auseinander. „Wir haben zu dicht expandiert. Das bauen wir zurück“, so Kümmel weiter.
Trotz des Filialabbaus schließt KiK betriebsbedingte Kündigungen aus, wie andere deutsche Medien berichten. Das Unternehmen beschreibt die Maßnahmen gegenüber dieser Redaktion als Grundlage für weiteres Wachstum: „Mit den Effizienzmaßnahmen schaffen wir die Voraussetzungen für weitere Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Damit sichern wir langfristig Arbeitsplätze und erreichen, dass KiK ein stabiler und fairer Arbeitgeber bleibt.“
Drei KiK-Standorte in der Region Bayreuth
In Bayreuth selbst betreibt KiK zwei Filialen, die knapp über zwei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen. Eine befindet sich in der Richard-Wagner-Straße in der Innenstadt, die andere in der Spitzwegstraße in der Altstadt. Hinzu kommt ein Standort in Bindlach, rund 4,5 Kilometer von der Bayreuther Innenstadt entfernt. Ob einer dieser Standorte von den Schließungen betroffen ist, steht nach aktuellem Stand nicht fest.
Schon gelesen? Adolf Riedl Insolvenz: Sunflair aus Niederlanden übernimmt.
KiK äußert sich nicht zu einzelnen Standorten
Auf Anfrage dieser Redaktion erklärte KiK schriftlich: „Wir überprüfen unser Filialnetz regelmäßig mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Standortentwicklung und langfristige Zukunftsfähigkeit.“ Zu konkreten Standorten werde das Unternehmen keine Stellung beziehen. Deutschlandweit sollen laut KiK rund 2.200 Filialen erhalten bleiben, neue Standorte sollen hinzukommen.












Verkehrschaos an der Anschlussstelle zur BAB 9 ©PI-Stadtsteinacha
Sommerstück Leonce & Lena ©Thomas Eberlein/Studiobühne