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Zugunfall am Hauptbahnhof: Sieben Verletzte
Im Bayreuther Hauptbahnhof sind am Mittwoch Abend zwei Züge kollidiert. Während die Rettungskräfte mit einem Großaufgebot vor Ort waren um die Verletzten zu versorgen, mussten Pendler und Reisende Geduld beweisen: der Schienenverkehr stand über Stunden still.
Ein agilis-Zug mit 13 Fahrgästen und dem Zugführer an Board ist beim Einfahren in den Bayreuther Hauptbahnhof mit einem Rangierwagon zusammengestoßen. bei dem Zugunglück sind sieben Personen teils schwer verletzt worden. Mittlerweile konnten alle Verletzten das Krankenhaus wieder verlassen.
Unfallursache noch unklar
Warum die beiden Züge zusammengestoßen ist, ist Gegenstand der Ermittlungen. In Betracht kommt eine Signal- oder Weichenstörung, ein technischer Defekt z.B. an den Bremsen oder menschliches Versagen. Möglich ist, dass der Lokführer den anderen Regionalzug beim Rangieren übersehen hat.
Schaden
Einer der Züge stand am Abend mit zerstörter Scheibe noch auf den Gleisen. Das Ausmaß des Schadens hat sich dann heute morgen gezeigt. Ein Sprecher der Bundespolitik im Interview mit BR24 bezifferte den Schaden auf 3,4 Millionen Euro.
Verletzte
Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 15 Menschen betroffen. Der Zugführer des rangierenden Wagens trug die schwere Verletzungen davon.
Thomas Janovsky vom BRK sprach um 20 Uhr von insgesamt 15 verletzten Personen. Der Lokführer war demnach schwer, vier mittelschwer und zehn leicht Personen leicht verletzt. Lebensgefahr bestand bei keinem der Verletzten. In der Nacht korrigierten die Rettungskräfte die Zahl der Verletzten nach unten.
Tunnelstraße und Bahnhof betroffen
- Die Auswirkungen auf den regionalen und überregionalen Bahnverkehr waren massiv. Unmittelbar nach dem Zusammenstoß stellte die Bahn den gesamten Zugbetrieb am Hauptbahnhof ein. Nach Angaben der Deutschen Bahn, die minutengenau eine Übersicht des Zugverkehrs am Hauptbahnhof veröffentlicht, sind die Züge am nächsten Morgen wieder normal gefahren.
- Die Tunnelstraße war stadtauswärts bis ca. 22 Uhr komplett gesperrt
Reisende waren angehalten, auf alternative Verkehrsmittel auszuweichen oder nicht notwendige Fahrten zu verschieben.
Betreuung der Verletzten
Die Stadtwerke stellten einen Bus zur Verfügung, in dem die Verletzten betreut wurden. Im Bus fanden rund zehn verletzte Menschen einen warmen und trockenen Aufenthaltsort, während die Notärzte sie untersuchn und das Kriseninterventionsteam sie begleiten konnte. Auch Einsatzkräfte nutzten den Bus zeitweise, um sich aufzuwärmen.
„Allen Verletzten wünschen wir eine schnelle und vollständige Genesung“, sagt Markus Rützel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth. „Wir danken allen Einsatzkräften der Blaulichtfamilie, die unter schwierigen Bedingungen schnell und professionell gehandelt haben. Wir sind stolz darauf, dass wir mit unserem Bus einen Beitrag leisten konnten, der über den reinen ÖPNV hinausgeht. Das zeigt: Wenn die Stadtwerke Bayreuth gebraucht werden, sind wir rund um die Uhr für Bayreuth da!“











Archivfoto: Ronay Kücük
Der Sitz des Bayerischer Landtag, das „Maximilianeum“, in München. © Pixabay