Coronavirus

Corona-Gipfel a Dienstag: Kommt ein Mega-Lockdown? Diese Corona-Regeln plant Merkel

Am heutigen Dienstag (19.1.2021) treffen sich die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum nächsten Corona-Gipfel. Das könnte heute entschieden werden.

  • Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern
  • 14 Uhr Beginn der Besprechungen
  • Neue Corona-Regeln sollen kommen

Bereits vor einer Woche stand für die Chefs von Bund und Länder fest, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen. Die Fallzahlen seien immer noch zu hoch. Jetzt drohen weitere Lockdown-Maßnahmen. Am heutigen Dienstag um 14 Uhr treffen sich Bund und Länder zum Corona-Gipfel.

Update vom 19. Januar 2021: Merkel berät sich heute mit Ministerpräsidenten

Ab 14 Uhr beraten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten zum aktuellen Corona-Lockdown in Deutschland. Dabei ist bisher durchgesickert, dass es weitere Verschärfungen und eine Verlängerung des Lockdowns geben soll.

Nach Informationen der Bild will Merkel eine Verlängerung des Lockdowns. Das gehe aus einer Beschlussvorlage vor, der dieser Zeitung vorliege.

Entgegen dieser Aussage der Bild, dass der Lockdown möglicherweise bis zum 15. Februar verlängert wird, erklärt das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass dies umstritten sei. Demnach wäre es auch möglich, dass der Lockdown bis in den März hinein verlängert wird.

Das Ergebnis wird erst nach den Besprechungen am heutigen Dienstag verkündigt.

Außerdem soll es um die Maßnahmen zu einer möglichen Home-Office-Pflicht gehen. Eine Pflicht sei nach mehreren Medien-Berichten allerdings unwahrscheinlich.

Erstmeldung: Schärfere Corona-Maßnahmen möglich

Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagabend (17.1.2021) in seinem täglichen Lagebericht, dass sich die Fallzahlen zu stabilisieren scheinen. Doch vor einer Woche sah die Situation noch anders aus. Beinahe täglich gab es einen neuen Rekord an Todesfällen zu vermelden und auch die Fallzahlen waren sehr hoch.

Meist meldete das RKI über 20.000 oder sogar mehr als 30.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Diese Zahlen sind für die Bund- und Länderchefs zu hoch. Deswegen haben sie das Gipfeltreffen auf Dienstag (19.1.2021) vorgezogen. Laut Medienberichten soll dabei über schärfere Maßnahmen diskutiert werden.

Corona-Leine reicht nicht

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) aus Länderkreisen erfahren haben will, soll aktuell über eine komplette Ausgangssperre beraten werden. Die Politik sei unzufrieden mit der Wirkung der 15-Kilometer-Regel. Nach dieser Regel dürfen Bewohner einen solchen Radius nicht verlassen, wenn die 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 200 pro 100.000 Einwohner übersteigt. In Bayern gilt diese Corona-Regel für touristische Ausflüge.

Diese Regeln könnten in Deutschland drohen:

Daher seien Ausgangssperren der nächste Schritt. Über den genauen Zeitrahmen müsse noch diskutiert werden. In Frankreich gelte sie beispielsweise von 18 Uhr abends an.
In Bayern gibt es bereits seit Mitte Dezember eine nächtliche Ausgangssperre. Sie gilt von 21 Uhr bis 5 Uhr. Laut dem „Business Insider“ favorisiere das Kanzleramt eine bundesweit einheitliche nächtliche Ausgangssperre.

Auch eine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV steht zur Debatte. Zudem wollen Bund und Länder darüber beraten, wie die Mobilität grundsätzlich weiter reduziert werden könne. Zuerst war noch die Rede davon, den öffentlichen Nahverkehr einzuschränken. Aber solche Regeln seien schwer vermittelbar, heißt es weiter.

Wie das RND berichtet, gebe es laut „Business Insider“ Pläne für eine „Art Homeoffice-Pflicht light“. Dabei sollen Unternehmen verpflichtet werden, Homeoffice anzubieten. Allerdings sei eine unmittelbare Pflicht für Arbeitnehmer rechtlich nicht möglich.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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