Zuletzt aktualisiert am
Kommunikation der bayerischen Justiz offenbar gestört: Gerichte und Staatsanwaltschaften teils nicht erreichbar
Weitreichende Ausfälle bei Telefon und E-Mail haben am Donnerstag die bayerische Justiz beeinträchtigt. Medienberichten zufolge ist die Ursache inzwischen gefunden – Hinweise auf einen Cyberangriff gibt es demnach nicht.
Weitreichende Störung bei der Justiz
Am Donnerstagnachmittag (02.07.2026) kam es offenbar zu einer großflächigen Störung der Kommunikationssysteme innerhalb der bayerischen Justiz. Laut Angaben von NEWS5 waren mehrere Behörden nicht oder nur eingeschränkt erreichbar.
Betroffen waren nach bisherigen Erkenntnissen unter anderem die Staatsanwaltschaften München I, Nürnberg-Fürth, Ansbach und Traunstein sowie das Landgericht München I. Anrufer erhielten teilweise die automatische Ansage, dass die gewählte Rufnummer abgeschaltet oder nicht vergeben sei.
Mehrere Behörden ohne funktionierende Kommunikationswege
Nicht nur die Telefonverbindungen bereiteten Probleme. Laut Angaben von NEWS5 wurden E-Mails an mehrere Justizbehörden als unzustellbar zurückgewiesen. Auch zahlreiche weitere Anschlüsse, darunter Haftabteilungen von Staatsanwaltschaften sowie Justizvollzugsanstalten wie die JVA Hof, sollen nach mehreren Anrufversuchen nicht erreichbar gewesen sein.
Lesen Sie auch? Telefonbetrüger scheitern an wachsamer Seniorin – zwei Männer in Haft
Ebenfalls betroffen war nach Angaben von NEWS5 die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB).
Ursache inzwischen bekannt
Medienberichten zufolge liegt die Ursache in einer Störung der Netzwerkinfrastruktur des Rechenzentrums des Landesamts für Steuern, über das auch IT-Dienste für die bayerische Justiz bereitgestellt werden.
Auslöser sei demnach eine fehlerhafte Konfigurationsänderung an der zentralen Netzwerkinfrastruktur gewesen. Ein Cyberangriff könne nach aktuellem Stand ausgeschlossen werden. Laut den Berichten habe es weder einen unbefugten Zugriff auf Systeme noch einen Abfluss oder Verlust von Daten gegeben. Der Fehler sei inzwischen identifiziert worden und solle zeitnah behoben werden.












Ein Mitglied der Feuerwehr Breitengüßbach beim Durchlaufen besonderer Gefahrstoff-Schutzmaßnahmen ©NEWS5/Ferdinand Merzbach
Symbolfoto: Pixabay