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„Kostenexplosion“ im Supermarkt: Jetzt soll auch Fleisch teurer werden

Das nächste Opfer der durch den Ukraine-Krieg bedingten Preissteigerungen wurde auserkoren. Jetzt trifft es das Fleisch.

Schon am Freitag, 11. März 2022, gab es seitens des Fleischverarbeiters Vion eine Warnung, dass man insbesondere aufgrund der steigenden Energiekosten für alle Lieferungen von 5,2 Cent pro Kilogramm mehr verlangen müsse.

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Jetzt bestätigen mehreren Medienberichten zufolge auch andere Fleischverarbeiter: Das Fleisch in den Supermärkten wird teurer.

Fleischpreise im Supermarkt steigen

Westfleisch, der drittgrößte deutsche Fleischverarbeiter, erhebt laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung seit letztem Montag einen „Energiezuschlag“. Gründe hierfür: die im Zuge des Ukraine-Kriegs gestiegenen Rohstoffpreise „in nie gekannter Größenordnung“. Schweinefleisch werde, so bricht es inFranken herunter, pro Kilogramm 5,8 Cent und Rindfleisch etwa 6,9 Cent pro Kilogramm teurer, was bald auch Kunden beim Einkaufen zu spüren bekommen würden. Lesen Sie auch: Diese Produkte kosten in den Supermärkten jetzt mehr.

Auch der zweitgrößte deutsche Wursthersteller „The Family Butcher“ klagt in der Lebensmittel-Zeitung über den Umbruch in der Branche und die „Kostenexplosion“ bei den deutschen Wurst- und Schinkenproduzenten. Für viele Betriebe sei dies existenzbedrohend und man könne diese Herausforderung nur gemeinsam bewältigen: „Dies gilt insbesondere, wenn es um Preisanpassungen geht, die notwendig sind, um als Erzeuger und Produzent die Kostenkrise überstehen zu können“, wie es vom Unternehmen heißt.

Garantieren könne Westfleisch allerdings die Verfügbarkeit – wenn auch zu einem anderen Preisniveau, wie Vertriebschef Hubert Kelliger sagt. Es gebe bereits intensive Gespräche zwischen den Produzenten und dem Handel, die aufgrund der aktuellen Unsicherheiten auch in kürzeren Abständen stattfänden als sonst.




Auch vegetarische Produkte bald teurer?

Wie das Unternehmen „Rügenwalder Mühle“, ebenfalls gegenüber der FAZ, meldet, könnten zukünftig auch seine vegetarischen Produkte von den Preiserhöhungen betroffen sein. Unter anderem werden die Wurstersatz-Produkte mit Weizen, Sonnenblumen- oder Rapsöl hergestellt. Auch in Bayreuth müssen die Supermärkte die Öl-Einkäufe rationieren. Zwar nehme Rügenwalder Mühle hauptsächlich Weizen aus Deutschland, allerdings gelange derzeit der gesamte Weizenmarkt unter Druck – durch die Verlagerung der Nachfrage auf andere Märkte.

Eine konkrete Preiserhöhung macht das Unternehmen noch nicht bekannt, aber man müsse die Situation kontinuierlich prüfen, heißt es von Rügenwalder Mühle.