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„Kostet uns keinen Cent“: Kreistag beschließt Innovationslabor in Pegnitz
Der Kreistag des Landkreises Bayreuth hat sich mit 31 zu 9 Stimmen für die Ansiedlung eines Innovationslabors in Pegnitz ausgesprochen. Nicht ohne vorherige Diskussion. Die AfD hat im Protokoll festhalten wollen, dass sie dagegen ist.
Was ist das geplante Innovationslabor?
In engem Zusammenhang mit dem Regionalen Gründer- und Innovationszentrum (RIZ) am Campus der Universität Bayreuth soll im Landkreis ein Innovationslabor entstehen. Das Lab soll das RIZ funktional und räumlich ergänzen und vor allem bestehenden Unternehmen im Landkreis niedrigschwellige Zugänge zu Innovations- und Transferaktivitäten ermöglichen. Der Kreistag hatte das Lab bereits am 13. Dezember 2024 als ergänzenden Baustein zum RIZ beschlossen. Auch im Kreisausschuss wurde das Thema umfassend diskutiert.
Während für das RIZ bereits ein umfassendes Betriebskonzept vorliegt, gab es für das Lab im Landkreis bislang nur grundlegende konzeptionelle Eckpunkte. Zentrale Rahmenbedingungen wie die Standortwahl und die Einbindung von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft mussten daher noch konkretisiert werden. Ein Gutachten von Professor Frens Kroeger, externer Experte für Organisationsentwicklung, sollte dafür die konzeptionellen und organisatorischen Grundlagen liefern und eine belastbare Entscheidungsgrundlage schaffen.
Wie kam die Standortentscheidung für Pegnitz zustande?
Die gutachterliche Betrachtung der Standortwahl ist bereits abgeschlossen. Grundlage war ein im vergangenen Jahr von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Bayreuth koordinierter, kriterienbasierter Auswahlprozess, bei dem kreisangehörige Städte, Märkte und Gemeinden aufgerufen waren, geeignete Objekte in ihrem Bereich zu benennen. Der Gutachter unterzog diesen Prozess einer strukturierten Reflexion in Form einer Stabilitätsprüfung und kam zu einer priorisierten Standortempfehlung. Dieser schloss sich der Kreistag nun mit 31 zu 9 Stimmen an: Das Lab wird in der Stadt Pegnitz angesiedelt.
Wer finanziert die Machbarkeitsstudie – und wie wurde das diskutiert?
Das Gutachten wird vollständig durch die Oberfrankenstiftung finanziert. Landrat Florian Wiedemann betonte dazu, die Studie koste den Landkreis „keinen Cent“. Sandra Huber verwies darauf, dass der Landkreis auch im Wettbewerb mit anderen Landkreisen stehe und man die Risiken einer solchen Ansiedlung sorgfältig abwäge.
Kritik kam aus der AfD-Fraktion. Kreisrat Mario Schulze störte sich an der Darstellung, das Projekt koste nichts.
„Wir wissen nicht, wie es ausgeht und ob es defizitär ist. Wenn es am Ende nicht defizitär ist, beglückwünschen wir als AfD-Fraktion Sie ganz herzlich.“
— Schulze, AfD-Fraktion im Kreistag Bayreuth
Häufige Fragen
Wo wird das Innovationslabor angesiedelt?
In der Stadt Pegnitz, das hat der Kreistag mit 31 zu 9 Stimmen beschlossen.
Wer finanziert die Machbarkeitsstudie für das Lab?
Die Studie wird vollständig von der Oberfrankenstiftung finanziert, erarbeitet von Organisationsentwicklungs-Experte Professor Frens Kroeger.
Was soll das Innovationslabor leisten?
Es soll das Regionale Gründer- und Innovationszentrum (RIZ) ergänzen und insbesondere bestehenden Unternehmen im Landkreis niedrigschwellige Zugänge zu Innovations- und Transferaktivitäten bieten.
Welche Kritik gab es im Kreistag?
Die AfD-Fraktion kritisierte die Darstellung, das Projekt koste den Landkreis nichts, da es sich trotzdem um Steuergelder handle und das wirtschaftliche Ergebnis noch offen sei.












Ottmar Hörl baut seine Installation auf. © Dirk Ellmer
Stadtwerke-Geschäftsführer Markus Rützel vor dem Trinkwasserbrunnen auf dem Stadtparkett ©Stadtwerke Bayreuth