Coronavirus

Krankenhausampel in Bayern bald auf rot? Zahlreiche Corona-Hotspots in Bayern

Erst seit Sonntag, 07. November 2021, steht die Krankenhausampel in Bayern offiziell auf Gelb. Wenn die Zahl der belegten Intensivbetten weiter steigt, könnte sich dies jedoch schon bald ändern.

Erst am Sonntag, 7. November 2021, ist die Krankenhausampel in Bayern von grün auf gelb übergesprungen – nicht zuletzt wegen der rasant steigenden Inzidenzen und diversen Hotspot-Regionen im Freistaat.

Steigt die Anzahl der belegten Intensivbetten in Bayern, wird man sich allerdings schon bald Gedanken über einen Wechsel auf die rote Ampelstufe Gedanken machen müssen.

Krankenhausampel in Bayern steuert zielgerichtet auf rot zu

Am Freitag waren noch 537 belegte Intensivbetten beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verzeichnet, am Samstag 552. Die jeweiligen Daten bezieht das LGL von der Deutschen Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) und dem Robert-Koch-Institut (RKI). Am Sonntag traten durch die Intensivbettenbelegungw neue Corona-Maßnahmen in Bayern in Kraft.

Die Ampel springt auf gelb um, sobald 450 Intensivbetten belegt sind – auf rot dann bei 600. Aktuell (Stand Sonntag, 07. November 2021 um 15:46 Uhr) gibt das LGL bzw. die DIVI 591 belegte Intensivbetten in Bayern an – kurz vor der Grenze zu rot. Laut dem BR müsse das Gesundheitsministerium den Sprung auf eine höhere Ampelstufe, der sich anhand der belegten Intensivbetten ablesen lässt, unverzüglich bekannt geben. Die verschärften Regeln gelten dann am darauffolgenden Tag.

Ampel springt auf rot – was dann?

Ein Sprung auf die rote Stufe der Krankenhausampel in Bayern würde eine erneute Verschärfung der seit Sonntag geltenden Einschränkungen bedeuten. Die 2G-Regel würde flächendeckend bei z.B. Kultur- und Sportveranstaltungen Anwendung finden, ist in der Erläuterung zur Krankenhausampel des Bayerischen Gesundheitsministeriums zu lesen. In einigen Ausnahmen wird es aber bei 3G-Plus bleiben – namentlich bei Restaurantbesuchen, Hotels und bei körpernahen Dienstleistungen.

Wichtig ist außerdem der Einsatz der 3G-Regel am Arbeitsplatz. Steigt die Ampelstufe auf rot, müssen ungeimpfte Arbeitnehmer, wenn sie Kontakt zu Kunden haben oder in einem Betrieb mit zehn oder mehr Beschäftigten angestellt sind, zweimal in der Woche einen Schnelltest machen.

Zahlreiche Hotspots in Bayern – auch hier weitere Einschränkungen

Die Verschärfungen treten allerdings nicht nur bei Ampelstufe rot ein, sondern auch für einen bestimmten Landkreis, wenn dessen regionale Intensivbettenbelegung bei über 80 Prozent liegt und die 7-Tage-Inzidenz den Wert 300 überschreitet. Aktuell gibt es davon in Bayern laut einer Auflistung des BR zahlreiche, unter anderem die unterfränkische Stadt Schweinfurt und der oberfränkische Landkreis Kronach. Alleine 14 Städte und Landkreise haben die Inzidenz von 500 überschritten.

Im Ranking der Bundesländer hat Bayern aktuell die dritthöchste 7-Tage-Inzidenz – nur Sachsen und Thüringen haben einen höheren Wert. Bayreuth erwarten aktuell noch nicht die strengeren Corona-Maßnahmen für Hotspots.

Die aktuellen 7-Tage-Inzidenzen in Stadt und Landkreis Bayreuth gibt es im bt-Ticker.