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Flüchtlinge

Schlimme Ereignisse in Afghanistan: Diese zwei fränkischen Städte wollen Flüchtlinge aufnehmen

Mehrere Städte haben sich dazu bereiterklärt, Ortskräfte aus dem von der Taliban übernommenen Land Afghanistan aufzunehmen. Auch zwei fränkische Städte unterstützen das Vorhaben.

Die Übernahme Afghanistans durch die Taliban hält aktuell die Welt in Atem. Zahlreiche Menschen versuchen, das Land zu verlassen.

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Die beiden Städte Erlangen und Nürnberg gaben nun in Pressemitteilungen im Rahmen des Städte-Bündnisses „Sichere Häfen“ ihre Bereitschaft bekannt, Ortskräfte aus Afghanistan aufnehmen zu wollen.

Zwei fränkische Städte wollen Ortskräfte aus Afghanistan aufnehmen

Die Stadt Nürnberg ist eine der beiden Städte aus Franken, die Ortskräfte aus dem Krisenstaat aufnehmen wollen. „Wir werden der Bundes- und Landesregierung anbieten, Ortskräfte und ihre Familien bei uns in Nürnberg aufzunehmen“, sagt Oberbürgermeister Marcus König. Bundespräsident Steinmeier sagte wegen der Situation in Afghanistan seinen Festspiel-Besuch in Bayreuth ab.

Es sei für die Stadt Nürnberg eine Verpflichtung, den Menschen in dieser Notsituation zu helfen, so König. Außerdem hätten die Betroffenen Deutschland in Afghanistan über viele Jahre geholfen und sich und ihre Angehörige damit auch in Lebensgefahr gebracht.

Städte zeigen kurzfristige Bereitschaft

Auch die Stadt Erlangen zeigt bei der Aufnahme der afghanischen Ortskräfte Einsatz und beruft sich bei der Erklärung auf das Städte-Bündnis „Sichere Häfen“ und ihre Verpflichtung, den Ortskräften, die „in akuter Gefahr leben“, zu helfen.

„Ich hoffe, dass sich noch viele andere Städte im Bündnis Sichere Häfen und darüber hinaus engagieren und wir gemeinsam einen Beitrag leisten, den Menschen und ihren Familien zu helfen“, erklärt Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik. Auch kurzfristig sei Erlangen in der Lage, zehn Familien aufzunehmen. Wie schon Nürnberg habe das die Stadt Erlangen umgehend der Landes- und Bundesregierung mitgeteilt.

Münchner Bürgermeisterin appelliert an die Bundesregierung: „Lage in Afghanistan ist dramatisch“

Allen voran macht sich die Münchner Bürgermeisterin Verena Dietl für die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge stark. „Die Lage in Afghanistan ist dramatisch. Es geht jetzt nicht um Schuldzuweisungen oder Versäumnisse, es braucht schnelle und humanitäre Maßnahmen“, appelliert Dietl in einer Pressemeldung der Münchner Rathaus Umschau.

Dietl beruft sich insbesondere auf den Fall einer Münchner Mutter von drei Kindern aus Afghanistan. Im Gegensatz zu ihren Kindern und ihrem Ehemann habe sie keinen deutschen Pass, weswegen ihr die Evakuierung verweigert wurde. Hierfür habe sie überhaupt kein Verständnis.

München sei jederzeit bereit, 260 Menschen aufzunehmen und bei Bedarf darüber hinaus immer gesprächsbereit zu sein. „Die Menschenwürde steht für uns an erster Stelle“, betont Dietl.