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Lager mit tausenden Särgen brennt bei einem Feuer in Trieb nieder
Ein Großbrand hat die Einsatzkräfte im Landkreis Lichtenfels seit den frühen Morgenstunden des Mittwochs beschäftigt. Kurz vor 1 Uhr ging die Meldung über eine brennende Lagerhalle im Lichtenfelser Ortsteil Trieb ein – betroffen war eine rund 100 Meter lange Halle eines Großhändlers für Trauerbedarf, in der tausende Särge und Sargeinlagen lagerten.
Schon aus weiter Entfernung war der Feuerschein zu erkennen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Region ist der Vorfall auch am Berufsverkehr spürbar: Die B173 bleibt im Bereich der Ortsdurchfahrt Trieb weiterhin gesperrt, eine großräumige Umleitung ist eingerichtet.
Halle mit tausenden Särgen steht in Vollbrand – vier Feuerwehrleute verletzt
In der Halle waren überwiegend Holzsärge gelagert – entsprechend schnell und intensiv breitete sich das Feuer aus. Die alarmierten Feuerwehren aus der gesamten Region rückten mit einem Großaufgebot an: Rund 260 Feuerwehrleute waren im Einsatz und begannen umgehend mit umfangreichen Löscharbeiten. Im Verlauf des Brandes stürzte das Dach der Halle größtenteils ein.
Der Einsatz blieb nicht ohne Folgen für die Einsatzkräfte selbst: Vier Feuerwehrleute erlitten leichte Verletzungen. Drei von ihnen klagten wegen der hohen Temperaturen über Kreislaufprobleme, ein weiterer Feuerwehrmann zog sich leichte Verbrennungen zu. Auch ein Feuerwehrfahrzeug wurde durch die Hitze beschädigt. Eine Gefahr für unbeteiligte Personen bestand nach bisherigen Erkenntnissen zu keinem Zeitpunkt.
Löschroboter aus Altenkunstadt im Einsatz
Weil sich das Innere der Halle wegen der massiven Hitze und des eingestürzten Dachs kaum konventionell löschen ließ, forderte die Feuerwehr Verstärkung aus Altenkunstadt an: einen Löschroboter. Das Spezialgerät ermöglichte es, auch von innen gegen die Glutnester vorzugehen, ohne Einsatzkräfte einer Gefahr auszusetzen.
Der Löschroboter vom Typ LUF 60 ist keine Unbekannte im Landkreis: Das Fahrzeug ist bei der Baur Hermes Fulfilment (BHF) in Altenkunstadt stationiert und steht den Feuerwehren des Landkreises nach einer Nutzungsvereinbarung auch außerhalb des Firmengeländes zur Verfügung. Es handelt sich um das bislang einzige Gerät dieser Art in Nordbayern, betrieben wird der ferngesteuerte Roboter mit einem 140 PS starken Motor.
Gebäude wird mit schwerem Gerät abgetragen
Auch Stunden nach Ausbruch des Feuers ist der Einsatz noch nicht beendet. Aktuell wird das Gebäude mit schwerem Gerät teilweise abgetragen, damit die Feuerwehr weitere Glutnester erreichen und löschen kann. Erst wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind, können die eigentlichen Untersuchungen am Brandort beginnen.
Ermittlungen und Schadenshöhe
Was den Brand ausgelöst hat, ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen zur Brandursache übernommen – wie bei größeren Bränden im Landkreis Lichtenfels üblich, etwa auch beim Wohnhausbrand in Lichtenfels im Dezember 2024. Weil die Ermittler den Brandort erst nach Ende der Löscharbeiten betreten können, dürfte es noch dauern, bis Genaueres zur Ursache bekannt wird.
Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag geschätzt. Angesichts der eingestürzten Halle und der komplett zerstörten Ware dürfte sich diese Summe im weiteren Verlauf der Ermittlungen noch konkretisieren.
Häufige Fragen
Wo genau brannte die Lagerhalle bei Lichtenfels?
Die Halle steht in der Abtswiesenstraße im Lichtenfelser Ortsteil Trieb, der direkt an der B173 liegt. Betroffen war die Lagerhalle eines Großhändlers für Trauerbedarf, in der überwiegend Holzsärge lagerten.
Wie viele Einsatzkräfte waren im Einsatz und gab es Verletzte?
Rund 260 Feuerwehrleute bekämpften den Brand. Vier von ihnen wurden leicht verletzt: Drei erlitten Kreislaufprobleme durch die Hitze, einer zog sich leichte Verbrennungen zu. Unbeteiligte Personen waren nach bisherigen Erkenntnissen zu keinem Zeitpunkt gefährdet.
Wie hoch ist der Schaden?
Der Sachschaden wird derzeit auf einen niedrigen siebenstelligen Betrag geschätzt. Eine genauere Bezifferung ist erst nach Abschluss der Löscharbeiten und der Ermittlungen am Brandort möglich.
Ist die Brandursache bekannt?
Nein, die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die Untersuchungen am Brandort können aber erst beginnen, wenn die Löscharbeiten abgeschlossen sind.
Ist die B173 noch gesperrt?
Ja, die B173 bleibt im Bereich der Ortsdurchfahrt Trieb wegen der andauernden Löscharbeiten weiterhin gesperrt. Es gibt eine großräumige Umleitung.












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Das Friedrichsforum am Jean-Paul-Platz. © bt-Redaktion