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Bamberg

Radfahrer stirbt nach Astbruch durch Schneelast

Ein 41-jähriger Radfahrer ist in Bamberg nach einem Unfall durch Schneebruch gestorben. Am Montagabend wurde der Mann von einem herabstürzenden Ast getroffen. Am heutigen Morgen erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Die winterliche Idylle in Oberfranken schlägt damit in gefährlichen Ernst um. Nach dem dramatischen Unfall am Montagabend, 26. Januar, in Bamberg teilte die Polizei am Donnerstag mit, dass der Mann an den Folgen seiner Verletzungen verstorben ist.

Der Fall verdeutlicht, mit welcher Vorsicht man bei winterlichen Wetterlagen umgehen muss. Nach dem Neuschnee zu Beginn dieser Woche hat unsere Redaktion nun von zwei Todesfällen berichtet.

Bericht vom 27. Januar: Radfahrer von Ast niedergeschlagen

Ein 41-jähriger Mann aus dem Landkreis Bamberg war gegen 18:15 Uhr mit seinem Fahrrad unterwegs, als auf Höhe der Straße „Am Hirschknock“ ein massiver Ast unter der immensen Schneelast brach. Der Ast traf den Radfahrer direkt. Nach Angaben der Polizei erlitt der Mann schwerste Verletzungen. Er wurde nach einer Erstversorgung vor Ort umgehend in ein Krankenhaus transportiert und dort notoperiert. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang hat die Kriminalpolizei Bamberg übernommen.

Sperrungen und akute Gefahr

Die örtliche Feuerwehr reagierte sofort und sperrte den betroffenen Bereich für die gesamte Nacht. Die Gefahr weiterer Astbrüche wurde als zu hoch eingestuft. Experten warnen, dass vor allem der schwere, nasse Schnee die Statik der Bäume an ihre Grenzen bringt.

Polizei Oberfranken warnt: „Bleiben Sie den Bäumen fern!“

Die Warnmeldung der Polizei betrifft nicht nur Bamberg, sondern den gesamten Regierungsbezirk – und damit auch die Region Bayreuth. Die aktuelle Schneebruchgefahr wird als akut und erheblich eingestuft.

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Wichtige Verhaltensregeln für Bayreuther

Um ähnliche Unfälle im Stadtgebiet, etwa am Röhrensee, im Studentenwald der Eremitage oder im Hofgarten, zu vermeiden, appellieren die Behörden seit Beginn der Wochen an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger:

  • Wälder und Parks meiden: Betreten Sie vorerst keine Waldgebiete oder Parkanlagen. Äste können jederzeit lautlos abbrechen.
  • Abstand zu Bäumen: Auch an baumbestandenen Straßen ist erhöhte Vorsicht geboten. Parken Sie Ihr Fahrzeug nach Möglichkeit nicht direkt unter großen Bäumen.
  • Achtung Dachlawinen: Durch die Schneemassen auf den Dächern besteht zudem die Gefahr von Dachlawinen. Halten Sie beim Begehen von Gehwegen in der Innenstadt ausreichend Abstand zu Gebäudekanten.