Zuletzt aktualisiert am

Kulmbach

Mann stirbt in Polizeigewahrsam in Kulmbach

Ein 32-jähriger Mann ist gestorben nachdem er sich in Kulmbach in Polizeigewahrsam befunden hat. Der Mann hatte versucht sich in der Zelle das Leben zu nehmen. Die Polizisten fanden ihn zwar noch und versuchten ihn zu retten. Doch er starb Tage später im Krankenhaus.

Ein 32-jähriger Mann ist nach einem Suizidversuch im Polizeigewahrsam in Kulmbach gestorben. Der Mann war in der Nacht vom 16. auf die 17. August kurzzeitig festgenommen worden.

Auseinandersetzung in der Kulmbacher Innenstadt

Am späten Samstagabend, 16. August 2025, gegen 23 Uhr, wurde die Polizei Kulmbach zu einer körperlichen Auseinandersetzung in der Basteigasse gerufen. Im Rahmen der Fahndung trafen die Beamten auf einen 32-jährigen Mann aus Weißrussland. Aufgrund seines aggressiven Verhaltens und der Befürchtung weiterer Straftaten wurde er in Polizeigewahrsam genommen.

Ein hinzugezogener Arzt bestätigte vor der Inhaftierung die Haftfähigkeit des Mannes, das betont die Polizei in einer Mitteilung.

Suizidversuch in der Gewahrsamszelle

Nur wenige Minuten nach der Einlieferung in die Gewahrsamszelle – nach Polizeiangaben etwa eine Viertelstunde – soll er versucht haben sich zu erhängen.

Gegen 2 Uhr am Sonntagmorgen, 17. August 2025, entdeckten die Beamten den 32-Jährigen. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen sowie die alarmierten Notärzte konnten den Kreislauf des Mannes wieder stabilisieren. Allerdings blieb er seitdem in einem kritischen Zustand.

Tod im Krankenhaus nach fünf Tagen

Am Freitagvormittag, 22. August 2025, starb der Mann im Krankenhaus.

Warum war der Mann nicht überwacht?

Grundsätzlich werden Personen in Polizeigewahrsam regelmäßig kontrolliert. Häufigkeit und Zeitpunkt dieser Kontrollen liegen im Ermessen der diensthabenden Beamten und sind vom Einzelfall abhängig.

Ermittlungen durch Kripo und Staatsanwaltschaft

Wie bei nicht-natürlichen Todesfällen üblich, übernahmen die Kriminalpolizei Bayreuth sowie die Staatsanwaltschaft Bayreuth die weiteren Ermittlungen. Nach bisherigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf Fremdverschulden. Die Zelle war nach Angaben der Polizei standardmäßig ausgestattet.