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Spitalgasse

Maximale Bemühungen, minimale Einschränkungen beim Mammutprojekt der Hospitalstiftung

Das Sanierungsprojekt der Hospitalstiftung Bayreuth im historischen Spitalsgebäude in der Innenstadt ist ein Jahrhundertprojekt: Es schafft 18 neue Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten und eine Gaststätte, doch es bringt zwangsläufig auch erhebliche Herausforderungen mit sich; allen voran die Sperrung des wichtigen Durchgangs zum Rotmain-Center.

„Wenn das Projekt fertig ist, werden wir hier ein Juwel haben: Wohnraum mitten in der Innenstadt und ein wirklich schöner Spitalhof, in dem man sich aufhalten, essen und trinken kann. Die Bayreuther brauchen nur noch etwas Geduld.“
– Ulrich Bertelshofer, Geschäftsführer der Hospitalstiftung

Ein Juwel entsteht im Herzen Bayreuths

Mit Zuversicht blickt Ulrich Bertelshofer auf das ehrgeizige Sanierungsprojekt der Hospitalstiftung Bayreuth. Im historischen Spitalgebäude entstehen bis Herbst 2026 insgesamt 18 Wohnungen, drei Gewerbeeinheiten sowie eine Gaststätte mit Außengastronomie – eine deutliche Aufwertung für die Innenstadt.

„Natürlich gibt es Einschränkungen“, so Bertelshofer, „doch wir tun alles, um die Belastungen für Anwohner und Fußgänger so gering wie möglich zu halten.“

Historische Substanz, moderne Nutzung

Das Spital blickt auf eine Geschichte bis ins 13. Jahrhundert zurück. Seit den 1970er Jahren wurde es nicht mehr saniert. Nun verwandeln sind die rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche das Gebäude in zeitgemäßen Wohn- und Lebensraum. Die Gaststätte soll dabei einen neuen Anziehungspunkt in der Innenstadt schaffen.

Die Arbeiten sind extrem anspruchsvoll: „Ob man neu baut oder historische Strukturen erhält, macht einen riesigen Unterschied“, erklärt Uwe Schmidt vom Baugeschäft Popp. „natürlich ist das aufwändiger und dauert länger als ein Neubau.“

Statik als größte Herausforderung

Die Statik des Gebäudes erwies sich als kritische Hürde. Architektin Anke Lautner berichtet: „Wir mussten Raum für Raum ertüchtigen, sonst wäre das Haus wie ein Kartenhaus zusammengefallen.“ Marode Balken und eine einsturzgefährdete Wand machaktuell die Sperrung des Fußgängerdurchgangs erforderlich.

Der Durchgang zum Rotmain-Center – Sicherheit zuerst

Besonders spürbar für die Bayreuther ist die Sperrung des Durchgangs zwischen Innenstadt und Rotmain-Center. Seit Mai ist er geschlossen – ein Nachteil für Fußgänger und umliegende Geschäfte. Auch der Betreiber des Senor Taco äußerst sich mehr als besorgt.  Doch der Geschäftsführer der Stiftung erklärt: „Der Durchgang war nie länger zu, als unbedingt nötig. Beim Thema Sicherheit gibt es keine Kompromisse.“

Rücksicht auf Anlieger

Um die Einschränkungen abzufedern, ergreift die Stiftung zahlreiche Maßnahmen:

  • Vorlagerung von Baumaterial: Materialien werden frühzeitig eingelagert, damit der Durchgang zu Stoßzeiten geöffnet werden kann.
  • Weihnachtsmarkt: Zum Fest wird der Durchgang freigegeben, um den Besucherfluss sicherzustellen.
  • Unterstützung für Händler: Geschäfte dürfen ihre Werbebanner am Bauzaun platzieren.
  • Verbesserte Wege: Teile des Hofes sind bereits gepflastert, um einen sicheren Fußweg zu schaffen.

Ausblick: Ein Gewinn für die Stadt

Trotz logistischer Hürden und weiterer Sperrungen in den kommenden Monaten bleibt Bertelshofer optimistisch: „Die Bayreuther müssen erkennen, dass hier Wohnraum und neue Aufenthaltsqualität entsteht – etwas, das der ganzen Stadt zugutekommt.“

Mit Abschluss der Sanierung im Herbst 2026 soll das historische Spital nicht nur gerettet, sondern als lebendiger Ort neu erblühen – ein echtes Juwel im Herzen Bayreuths.