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Cyberkriminalität

Nach folgenreichem Cyberangriff auf medi: Unternehmen feiert „wichtigen Erfolg“

Am Sonntag, 7. August 2022, gab es einen großen Cyberangriff auf das Unternehmen medi in Bayreuth. Nach und nach erholt sich die Firma davon.

Die medi GmbH & Co. KG, die in Bayreuth ihren Hauptsitz hat, ist Opfer eines Cyberangriffs geworden.

Das teilt die Unternehmenskommunikation am Sonntagabend, 7. August 2022, mit. Am 24. August, über zwei Wochen nach dem Angriff, erholt medi sich nach und nach.

Update vom 24. August 2022 um 11:58 Uhr: medi feiert „wichtigen Erfolg“

„Nach dem Cyberangriff auf medi arbeiten wir weiter rund um die Uhr, um den Geschäftsbetrieb wieder voll aufzunehmen“, heißt es in einem Post auf der medi-Facebookseite. „Heute feiern wir einen wichtigen Erfolg: Wir sind für Bestellungen von Fachhandelskunden, wie Sanitätshäuser und Apotheken, wieder erreichbar.“

Diese Fachhandelspartner sollen den medi e-shop zu nutzen, da dies das Unternehmen enorm entlaste. Über weitere News will medi proaktiv informieren. Auf der Website erscheint nach wie vor ein Hinweis, dass der ursprüngliche Internetauftritt derzeit nicht erreichbar ist.

Dort ist außerdem zu lesen, dass in der Produktion Schritt für Schritt die Fertigung und die Logistik wieder anlaufen. Derzeit komme es noch zu Lieferverzögerungen. In der Administration werde alles dafür getan, dass die Verwaltungsabläufe so bald als möglich wieder in Gang kommen. medi will die Stabilität der IT-Systeme und reibungslose Prozesse mit umfassenden Testläufen wiederherstellen.

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Update vom 12. August 2022 um 13:51 Uhr: IT arbeitet weiterhin mit Hochdruck

medi spricht auf seiner Facebook-Seite von einem „heimtückischen und folgenreichen Cyberangriff“ auf das Unternehmen am vergangenen Wochenende. Die IT arbeite weiterhin rund um die Uhr und unter Hochdruck daran, die Systeme wieder schrittweise kontrolliert hochzufahren.

Man sei allerdings nach wie vor nicht per Telefon für Kundenanfragen erreichbar. Für Patientinnen und Patienten, die dringend auf medizinische Hilfsmittel angewiesen sind, bittet medi bei Bedarf, vorübergehend alternative Lösungen zu wählen. Weiterhin bittet medi, auch aus ermittlungstechnischen Gründen, darum, von Rückfragen abzusehen.

Das Unternehmen möchte die Gelegenheit nutzen und sich für das Verständnis, die Solidarität und die Unterstützung der Mitarbeitenden sowie die Geschäftspartner bedanken. medi sei mit „vollem Einsatz“ dabei, damit bald der gewohnte Geschäftsbetrieb wieder aufgenommen werden könne.

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Erstmeldung vom 7. August 2022: Cyberangriff auf medi in Bayreuth

Nach dem Angriff ist laut der Mitteilung der IT-Betrieb eingeschränkt. Das IT-System wurde aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Daher ist medi nur sehr stark eingeschränkt erreichbar sowie bis auf Weiteres nicht liefer- und versandfähig. Betroffen seien Bereiche der Produktion und Logistik, des Versands und der Verwaltung.

Aktuell (Stand 18:44 Uhr) ist die Website des Unternehmens für die Redaktion nicht aufrufbar. Nähere Angaben können aus ermittlungstechnischen Gründen derzeit nicht erfolgen, heißt es in der Mitteilung. Aus Mitarbeiterkreisen heißt es am Montag, dass diese aufgefordert seien, zuhause zu bleiben und außerdem der Betrieb still stehe.. Lesen Sie auch: Im Herbst 2022 soll ein neuer medi-Büroturm fertig sein.




medi wurde bereits 1920 im sächsischen Vogtlandkreis gegründet, ließ sich aber nach dem zweiten Weltkrieg in Bayreuth nieder. Das Unternehmen ist erfolgreicher und wachsender Hersteller medizinischer Hilfsmittel mit diversen verschiedenen Geschäftsbereichen. Außerdem ist medi seit 2013 Namenssponsor der Bayreuther Basketballmannschaft medi bayreuth.

Mittlerweile hat medi Niederlassungen in 23 Ländern und weltweit rund 2.700 Mitarbeiter.