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Mehr Schutz vor Hitze: SPD fordert Konzept für Bayreuth
Schattenplätze, Trinkwasserangebote und klare Abläufe bei Extremhitze: Die SPD-Fraktion fordert ein Hitzeschutzkonzept mit einem Hitzeaktionsplan für Bayreuth. Einzelne Maßnahmen gibt es bereits – ein stadtweiter Plan fehlt bislang.
Hitzewellen werden auch in Deutschland häufiger und länger. Der Deutsche Wetterdienst beobachtet seit Jahrzehnten eine Zunahme lang anhaltender Hitzeperioden infolge des Klimawandels. Vor diesem Hintergrund fordert die SPD-Fraktion im Bayreuther Stadtrat ein kommunales Hitzeschutzkonzept mit einem Hitzeaktionsplan.
SPD will Hitzeschutzkonzept für Bayreuth
Die SPD möchte das ändern. Die Fraktion beantragt, die Stadtverwaltung mit der Entwicklung eines Hitzeschutzkonzepts inklusive eines Hitzeaktionsplans zu beauftragen. Gleichzeitig soll geprüft werden, welche Fördermöglichkeiten für die schrittweise Umsetzung der daraus entstehenden Maßnahmen genutzt werden können.
Perspektivisch soll Bayreuth außerdem ein umfassendes Klimaanpassungskonzept erhalten, das neben Hitzewellen auch weitere Folgen des Klimawandels wie Starkregen oder Dürre berücksichtigt.
Nach Ansicht der SPD braucht Bayreuth ein systematisches Vorgehen, um die Bevölkerung besser vor den Folgen extremer Hitze zu schützen. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit Vorerkrankungen oder Behinderungen sowie Personen, die im Freien arbeiten oder in dicht bebauten Stadtgebieten leben.
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Schutz, Aktion, Anpassung?
Der Antrag unterscheidet zwischen drei Ebenen.
Ein Hitzeschutzkonzept soll zunächst untersuchen, welche Bereiche in Bayreuth besonders von Hitze betroffen sind und welche Maßnahmen sinnvoll sind.
Ein Hitzeaktionsplan legt anschließend fest, wie die Stadt bei extremen Hitzeperioden konkret handelt – etwa welche Stellen zuständig sind und welche Abläufe greifen.
Ein Klimaanpassungskonzept geht darüber hinaus. Es soll langfristige Strategien für verschiedene Folgen des Klimawandels entwickeln und neben Hitze auch Themen wie Starkregen oder Dürre berücksichtigen.
Konzept soll konkrete Maßnahmen ermöglichen
Das Hitzeschutzkonzept soll der Stadt helfen, gezielter gegen die Folgen extremer Temperaturen vorzugehen. Dafür sollen besonders belastete Bereiche und gefährdete Bevölkerungsgruppen identifiziert werden. Auf dieser Grundlage könnten konkrete Maßnahmen entwickelt werden – etwa mehr Schattenplätze, zusätzliches Stadtgrün, weniger versiegelte Flächen oder Trinkwasserangebote im öffentlichen Raum.
Auch städtische Einrichtungen wie Schulen, Kindertagesstätten und Pflegeeinrichtungen sollen dabei berücksichtigt werden. Zudem fordert die SPD einen Ausbau der Informationen für die Bevölkerung.
Einzelne Maßnahmen gibt es bereits
Ganz neu wäre das Thema für Bayreuth nicht. Die Stadt hat bereits eine Hitzeanpassungsstrategie für die Quartiere St. Georgen und Burg erarbeitet und verschiedene Maßnahmen zum Umgang mit hohen Temperaturen umgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Pflanzung von sechs Bäumen am Straßenmarkt in St. Georgen.
Einen stadtweiten Hitzeaktionsplan mit verbindlich geregelten Abläufen und Zuständigkeiten für extreme Hitzeereignisse gibt es bislang jedoch nicht. Nach Vorstellung der SPD soll das Hitzeschutzkonzept deshalb mit hoher Priorität entwickelt werden und langfristig Teil einer umfassenden Klimaanpassungsstrategie der Stadt werden.
FAQ
Was fordert die SPD-Fraktion?
Die SPD möchte, dass die Stadt Bayreuth ein Hitzeschutzkonzept inklusive eines Hitzeaktionsplans entwickelt. Darin sollen Risiken analysiert, konkrete Maßnahmen geplant und Zuständigkeiten für extreme Hitzeperioden festgelegt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Hitzeschutzkonzept und Hitzeaktionsplan?
Ein Hitzeschutzkonzept zeigt auf, wo die Stadt besonders von Hitze betroffen ist und welche Maßnahmen sinnvoll sind. Der Hitzeaktionsplan regelt anschließend, wie die Stadt in konkreten Hitzeperioden vorgeht und wer welche Aufgaben übernimmt.
Gibt es in Bayreuth bereits Maßnahmen gegen Hitze?
Ja. Die Stadt hat unter anderem eine Hitzeanpassungsstrategie für die Quartiere St. Georgen und Burg erarbeitet und bereits einzelne Maßnahmen umgesetzt. Einen stadtweiten Hitzeaktionsplan mit festen Abläufen für extreme Hitze gibt es bislang jedoch nicht.












Umleitungsplan Staatsstraße 2184: Fahrbahnerneuerung in der Ortsdurchfahrt Creußen (Neuhofer Straße) ©Staatliches Bauamt Bayreuth
Symbolbild: Pixabay