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Bayreuth schafft Baurecht für neue Wohnungen rund um den Menzelplatz
Vor gut einem Jahr gab die Stadt den Startschuss für die geplante Nachverdichtung rund um den Menzelplatz. Jetzt ist der nächste wichtige Schritt geschafft: Der Stadtrat hat den Bebauungsplan beschlossen. Damit kann die GEWOG künftig zusätzliche Wohnungen errichten und das Quartier klimafreundlicher gestalten.
Update vom 24. Juni 2026
Die Idee stammt von der GEWOG, die Voraussetzungen schafft nun die Stadt: Vor gut einem Jahr startete das Bebauungsplanverfahren für das Wohngebiet zwischen Schwindstraße und Justus-Liebig-Straße. Ziel ist es, durch eine maßvolle Nachverdichtung zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ohne neue Flächen am Stadtrand zu versiegeln. Nun ist das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen. Mehr dazu, was auf dem Areal in Zukunft passieren könnte, lesen Sie weiter unten im Artikel vom 28. Mai 2025.
Nur ein Einwand aus der Öffentlichkeit
Während der öffentlichen Auslegung gingen nach Angaben der Verwaltung Stellungnahmen von 13 Behörden und Trägern öffentlicher Belange sowie eine Stellungnahme aus der Öffentlichkeit ein. Darin wurden unter anderem die bereits dichte Bebauung des Quartiers, die Parksituation sowie mögliche Einschränkungen von Grün- und Freiflächen kritisiert. Die Verwaltung wies die Einwände zurück. Sie verweist auf die Quartiersgarage, den später erforderlichen Stellplatznachweis sowie den Erhalt des Menzelplatzes und der bestehenden Grünstrukturen. Die mit der Nachverdichtung verbundenen Auswirkungen seien städtebaulich vertretbar. Änderung am Bebauungsplan wurden nicht vorgenommen.
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Wohnraum-Projekt nimmt nächsten Schritt
Der Stadtrat hat den Bebauungsplan „Nachverdichtung Wohngebiet zwischen Justus-Liebig-Straße und Schwindstraße“ am 24. Juni 2026 als Satzung beschlossen. Damit erhält die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOG die planungsrechtlichen Voraussetzungen, um das Quartier rund um den Menzelplatz weiterzuentwickeln.
Wann konkrete Bauprojekte umgesetzt werden und wie viele zusätzliche Wohnungen tatsächlich entstehen, steht allerdings noch nicht fest.
Artikel vom 28. Mai 2025: Bayreuth plant Nachverdichtung in der Altstadt
Das Gebiet zwischen Justus-Liebig-Straße und Schwindstraße in der Altstadt rückt in den Fokus der Stadtentwicklung. Die Baufläche gehört der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOG, Wohnblöcke, ein Quartierscafé am Menzelplatz sowie ein Parkhaus gibt es dort. In den vergangenen Jahren haben bereits einige Neubauten ältere Gebäude ersetzt. Nun will die GEWOG das gesamte Quartier umfassend weiterentwickeln – mit dem Ziel, zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig das Umfeld aufzuwerten.
Mehr Wohnraum in der Altstadt
Noch steht das Projekt ganz am Anfang. Was genau auf dem Gebiet passieren wird, ist noch unklar. Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 20. Mai 2025 dem Stadtrat den Weg frei gemacht, ein Bebauungsplanverfahren zu starten. Die Stadt spricht von einer „maßvollen Verdichtung“, das heißt zusätzliche Vollgeschosse, veränderte Baugrenzen und eine effizientere Flächennutzung, damit Neuversiegelungen am Stadtrand verhindert.
„Wir nutzen innerstädtisch unter Wert genutzte Flächen und schaffen bezahlbaren Wohnraum“, sagte Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und sprach von einer Win-Win-Situation. Auch SPD-Stadtrat Thomas Bauske begrüßte das Vorhaben: „Bezahlbarer Wohnraum ist eines der wichtigsten Themen überhaupt.“
Schutz für die auf dem Gelände stehenden Bäume forderten die Stadträte fraktionsübergreifend. „Sehr großkronige, gesunde Bäume stehen dort“, sagte Sabine Steininger (die Grünen). BG-Stadtrat Karsten Schieseck erinnerte an die umstrittenen Nachverdichtungspläne am Eichendorffring. „Die Menschen müssen frühzeitig informiert werden“, forderte Schieseck.
Klimaschutz im Fokus
Das Gebiet gehört zu einer weitaus größeren Fläche, die die Stadt auf ihre Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel untersuchen will. Denn das Gebiet gilt laut Klimafunktionskarte der Stadt als bioklimatisch belastet, mit wenig Durchlüftung und versiegelten Flächen. Mögliche Maßnahmen sind das Pflanzen von Bäumen, die gut mit dem Klimawandel zurechtkommen, Flächen, auf denen Regenwasser versickern kann, und Verbesserungen bei der Luftzirkulation im Quartier.
Projekt will Modell für nachhaltige Stadtentwicklung sein
Die GEWOG und die Stadt sehen in dem Projekt ein Modell für eine nachhaltige Stadtentwicklung: zentrale Lage, gute Verkehrsanbindung, vorhandene Infrastruktur – und doch enormes Potenzial zur Aufwertung. Neben neuen Wohnungen soll es mehr Raum für Begegnung, Spiel und Aufenthalt geben. Nicht zuletzt das Café am Menzelplatz sei bereits heute ein wichtiger sozialer Treffpunkt, hieß es.
Stadtrat stimmt Ausschuss-Gutachten zu
Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 28. Mai mit beschlossen, ein Bebauungsplanverfahren für die Nachverdichtung aufzustellen. Im nächsten Schritt veröffentlicht die Stadt ihr Vorhaben und nimmt die Stellungnahmen der betroffenen Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange entgegen.












Bayreuth habe wirtschaftliches Wachstumspotenzial, so IHK-Vorsitzender Jörg Lichtenegger – doch die politischen Rahmenbedingungen müssten grundlegend verbessert werden. Symbolbild © stock.adobe | denphumi
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