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Microsoft 365 Phishing-Welle trifft Oberfranken
Mehrere Unternehmen in Oberfranken sind offenbar Ziel eines neuen Phishing-Angriffs. Das meldet die IHK für Oberfranken Bayreuth. Die Täter verschaffen sich damit Zugriff auf komplette Microsoft-365-Umgebungen, selbst wenn ein zusätzlicher Sicherheitscode aktiv ist.
Die IHK für Oberfranken Bayreuth beobachtet derzeit eine auffällige Häufung von Phishing-Angriffen auf Microsoft-365-Konten. „Dabei werden täuschend echte Nachrichten verschickt, die auf den ersten Blick wie offizielle Microsoft-Anfragen aussehen“, erklärt Ralph Bugs, Referent für Digitalisierung und IT-Sicherheit bei der IHK für Oberfranken Bayreuth.
Wer den Anweisungen in der E-Mail folgt, gibt unbemerkt den Zugriff auf das eigene Konto frei. Selbst eine eingerichtete Zwei-Faktor-Authentifizierung (MFA) schützt in diesem Fall nicht zuverlässig. Die Hacker dringen laut IHK trotzdem in die Konten ein.
Kali365 – die neue Methode für Microsoft 365 Phishing
Die neue Angriffsmethode trägt den Namen „Kali365“, teilt Die Bamberger IT-Sicherheitsfirma whitelisthackers GmbH mit. Das oberfränkische Unternehmen ist auf den Schutz vor Cyberangriffen sowie die Optimierung von Cybersicherheit spezialisiert.
Gerade die täuschend echte Aufmachung der Nachrichten macht die Masche so gefährlich. Betroffene erkennen den Betrug oft erst, wenn der Zugriff bereits erfolgt ist.
Warum klassische Warnhinweise nicht mehr ausreichen
„Herkömmliche Hinweise an Mitarbeiter wie ‚Achten Sie auf verdächtige Absender‘ reichen hier keinesfalls aus, weil die Nachrichten sehr echt wirken“, heißt es in der Pressemitteilung der IHK. Sowohl IT-Verantwortliche als auch Mitarbeitende sind demnach gleichermaßen gefragt.
Teams sollten deshalb gezielt über diese konkrete Gefahr sprechen. Bei Links und Anmeldeaufforderungen ist außerdem mehr Vorsicht als sonst gefragt.
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Diese Schritte empfiehlt die IHK Unternehmen
Die IT-Abteilung oder der IT-Dienstleister sollte zunächst prüfen, ob sich die Geräteanmeldung ohne Tastatur in der Microsoft-Umgebung einschränken oder ganz abschalten lässt. Diese Anmeldeform trägt den Namen „Device-Code-Flow“ und gilt als Einfallstor für die Kali365-Methode.
Zusätzlich rät die IHK, ungewöhnliche Anmeldungen sowie aktive Geräte und Sitzungen in den Konten regelmäßig zu kontrollieren. So lassen sich verdächtige Zugriffe frühzeitig erkennen.












Symbolbild © Jens Wagner
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