Zuletzt aktualisiert am

150 Jahre Festspiele

Mit der App durchs Festspiel-Jubiläum: Auf Drachenjagd durch Bayreuth

Kultur mal anders: Wer die App öffnet, sammelt Punkte, wählt einen Charakter – und zieht auf Drachenjagd durch die Stadt.

Mit der App „Festival150 sollen Besucherinnen und Besucher das Festspieljubiläum digital erkunden – interaktiv, mobil und spielerisch. Die Anwendung ist als mobiler Begleiter durch das gesamte Jubiläumsjahr gedacht und soll Veranstaltungen, Orte und kulturelle Angebote in der ganzen Stadt miteinander verbinden. Kulturschaffende können ihre Termine über das Portal „Stadt.Land.Leben“ eintragen, die anschließend automatisch in der App erscheinen und dem Jubiläumsprogramm zugeordnet werden können.

Spielerisch Punkte sammeln

Die Anwendung funktioniert wie ein Stadtplan mit Event-Navigation: Wer Veranstaltungen besucht, sammelt Punkte und entwickelt seinen gewählten Charakter weiter. Die App zeigt Veranstaltungen an und führt Nutzerinnen und Nutzer per Navigation direkt zum Veranstaltungsort.

„Die App soll nicht nur eine Webseite auf dem Handy sein, sondern einen echten Mehrwert bieten“, erklärte Projektleiter Florian André Unterburger. Über GPS erkennt die Anwendung, ob eine Veranstaltung tatsächlich besucht wurde, erst dann werden Punkte gutgeschrieben.

Ein integrierter Countdown zählt zudem die letzten 150 Tage bis zur Eröffnung der Festspiele am 25. Juli herunter und begleitet das Jubiläumsjahr digital.

Zum Start entscheiden sich Nutzerinnen und Nutzer für eine von vier historischen Persönlichkeiten, die jeweils für bestimmte Themenwelten stehen – etwa Kaiserin Elisabeth von Österreich für Musik und Geschichte, Loriot für Bühne und Film, Auguste Rodin für Kunst oder Virginia Woolf für Literatur und Sprache. Durch den Besuch von Events steigen die Profile in Bronze-, Silber- und Gold-Level auf.

Besondere Jubiläumsveranstaltungen sind in der App als Drachen markiert und bringen zusätzliche Punkte. Ziel sei es, Besucherinnen und Besucher aktiv durch Bayreuth zu führen und das gesamte Kulturprogramm sichtbar zu machen.

Langfristig sind auch Belohnungen geplant: Die gesammelten Punkte könnten künftig Vorteile bei teilnehmenden Geschäften oder Gastronomiebetrieben bringen. Die App startet zunächst in einer Testphase, weitere Funktionen sollen schrittweise ergänzt werden.

Veranstaltungen selbst eintragen und sichtbar machen

Kulturschaffende können eigene Veranstaltungen über das Portal „Stadt.Land.Leben“ eintragen und dort über die entsprechende Kategorie dem Festspieljubiläum zuordnen. Wird ein Termin entsprechend gekennzeichnet, erscheint er automatisch in der Festival-App. Diese Veranstaltungen sind mit einem Drachen-Symbol markiert und bringen Besucherinnen und Besuchern zusätzliche Punkte. So wird das Jubiläumsprogramm um weitere kulturelle Beiträge aus der Stadt ergänzt.

Auf der Jagd nach Dinos, Drachen und Kultur

Erste Punkte lassen sich ab Freitag, den 27. Februar, sammeln – in der Sonderausstellung „Dinos. Drachen. Drama“ im Urweltmuseum Oberfranken. Die Ausstellung verbindet Dinosaurier-Fossilien mit dem Drachenmythos und spannt den Bogen bis ins Musiktheater, wo das Fabelwesen im „Ring“-Zyklus von Richard Wagner eine zentrale Rolle spielt.

„Mit der Festival-App verbinden wir Kulturgeschichte, Stadtentdeckung und Spielspaß. Wer sich auf die Jagd nach Dinos und Drachen macht, lernt nicht nur Bayreuth neu kennen, sondern auch berühmte Festspielgäste wie Sisi oder Virginia Woolf“,

sagt Florian André Unterburger, städtischer Projektleiter für das Jubiläum 150 Jahre Festspiele.

„Die App zeigt, wie wir Kulturvermittlung zeitgemäß gestalten können – interaktiv, niedrigschwellig und mit einem klaren Mehrwert für den Besuch unserer Veranstaltungen und Museen“,

ergänzt Kulturreferentin Eva-Christina Bär.

Das Festspieljubiläum kann so aktiv miterlebt werden – von der ersten Ausstellung bis zum letzten Programmpunkt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist die App im Google Play Store und Apple App Store erhältlich.

Wir testen die App zum Start am Freitag und ergänzen unseren Artikel mit weiteren Eindrücken.