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Motor fällt in der Luft aus: Pilot rettet sich bei Betzenstein aufs Feld
Schreckmoment über der Fränkischen Schweiz: Ein Sportflugzeug hat am Mittwochnachmittag auf einem Feld zwischen Betzenstein und Weidensees im Landkreis Bayreuth notlanden müssen.
Mitten im Flug war der Motor ausgefallen. Der 68-jährige Pilot aus dem Raum Erlangen brachte die Maschine sicher auf den Boden und blieb unverletzt. Andere Menschen kamen nicht in Gefahr. Am Flugzeug entstand allerdings ein Schaden von rund 50.000 Euro. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus.
Notlandung bei Betzenstein: Was genau passiert ist
Der Pilot war laut Polizeiinspektion Pegnitz vom Flugplatz Lillinghof zu einem Rundflug gestartet. Er saß allein in seiner einmotorigen Propellermaschine. Etwa eine Viertelstunde nach dem Start setzte der Motor aus.
Der 68-Jährige steuerte daraufhin ein abgemähtes Maisfeld zwischen Betzenstein und Weidensees an und setzte dort auf. Bei der Landung wurden Rumpf und Fahrwerk beschädigt. Der Pilot selbst kam mit dem Schrecken davon.
Die Pegnitzer Polizei ist für den südlichen Landkreis Bayreuth zuständig, zu dem auch Betzenstein gehört. Vor Ort bekamen die Beamten Unterstützung von der Feuerwehr Weidensees.
Kein Fehlverhalten des Piloten erkennbar
Hinweise darauf, dass der Pilot etwas falsch gemacht hat, gibt es nach bisherigem Stand nicht. Mögliche straf- oder ordnungsrechtliche Folgen stehen deshalb derzeit nicht im Raum. Die Polizei hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig und das Luftamt Nordbayern in Nürnberg über die Notlandung informiert.
Welches Flugzeug musste bei Betzenstein notlanden?
Bei der Maschine handelt es sich um eine Zlin Z 526 F. Die Zlin Z 526 ist ein Sport- und Kunstflugzeug aus der früheren Tschechoslowakei. Gebaut wurde sie vom Hersteller Moravan Otrokovice. Die Maschine ist kunstflugtauglich und wird oft auch zum Schleppen von Segelflugzeugen eingesetzt.
Die F-Variante kam 1968 auf den Markt und hat einen Motor mit 180 PS. Insgesamt wurden mehr als 1.400 Flugzeuge dieses Typs gebaut, viele davon für Flugschulen.
Start vom Flugplatz Lillinghof
Gestartet war der Pilot vom Flugplatz Lauf-Lillinghof. Der Sonderlandeplatz liegt im Landkreis Nürnberger Land und dient vor allem dem Segelflugsport. Betrieben wird er vom Segelflug Club Lauf.
Wie geht es nach der Notlandung weiter?
Mit dabei ist jetzt auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, kurz BFU. Die Bundesbehörde ist für die Untersuchung von Unfällen und Störungen in der zivilen Luftfahrt zuständig. Ihre Aufgabe ist es nicht, Schuldige zu finden. Die Untersuchungen sollen allein künftige Unfälle verhindern.
Wie viel Arbeit auf die Behörde zukommt, zeigt eine Zahl: Die BFU muss jährlich rund 250 Unfälle bewerten, dazu kommen schwere Störungen und Vorfälle mit deutschen Flugzeugen im Ausland.
Häufige Fragen
Wo ist das Flugzeug bei Betzenstein notgelandet?
Auf einem abgemähten Maisfeld zwischen Betzenstein und Weidensees im südlichen Landkreis Bayreuth.
Wurde bei der Notlandung jemand verletzt?
Nein. Der 68-jährige Pilot war allein an Bord und blieb unverletzt. Auch andere Menschen wurden nicht gefährdet.
Warum musste das Flugzeug notlanden?
Etwa 15 Minuten nach dem Start fiel der Motor aus. Die Polizei geht von einem technischen Defekt aus.
Wie hoch ist der Schaden am Flugzeug?
Rumpf und Fahrwerk wurden beschädigt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 50.000 Euro.
Wer untersucht die Notlandung?
Die Polizei hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth, die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung und das Luftamt Nordbayern informiert. Die BFU untersucht Vorfälle in der zivilen Luftfahrt, um künftige Unfälle zu verhindern.












Die Buschenschämke der Bäckerei Lang in der Jean Paul Straße ©Thomas Zimmer
Unfall in Münchberg wegen tief stehender Sonne ©Polizei