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Motorräder nach Probefahrt weg: Polizei warnt vor Masche
Wer sein Motorrad privat verkaufen möchte, sollte bei Probefahrten besonders aufmerksam sein. Die Polizei warnt vor einer Betrugsmasche, bei der sich angebliche Kaufinteressenten mit den Fahrzeugen aus dem Staub machen.
Insgesamt registrierten die Ermittler sechs gleichgelagerte Fälle in Stadt und Landkreis Bamberg sowie in Nürnberg und Fürth. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 41.000 Euro.
Vermeintlicher Käufer erschleicht sich das Vertrauen der Verkäufer
Nach Angaben der Polizei vereinbarte der Täter über Kleinanzeigen Besichtigungstermine für Motorräder. Vor Ort machte er einen fachkundigen Eindruck und gewann so das Vertrauen der Verkäufer. Für die Probefahrt hinterließ er jeweils ein vermeintlich wertvolles Pfand.
Dieses stellte sich jedoch als wertlos heraus. In einem Fall handelte es sich um den Schlüssel eines Motorrads, das der Mann zuvor bereits bei einer anderen Tat erbeutet hatte und das sich gar nicht am Treffpunkt befand. Nach der vermeintlichen Probefahrt kehrte der angebliche Kaufinteressent einfach nicht mehr zurück.
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Fehlende Ausweiskontrolle kann weitere Folgen haben
Weil sich die Verkäufer auf das vermeintliche Pfand verließen, ließen sie sich häufig keinen Führerschein oder Personalausweis zeigen oder prüften die Dokumente nicht ausreichend. Dadurch blieb der Täter zunächst anonym.
Nach Angaben der Polizei birgt das noch ein weiteres Risiko: Fahrzeughalter müssen grundsätzlich darauf achten, dass ein Probefahrer über die erforderliche Fahrerlaubnis verfügt. Wird dies nicht überprüft und der Fahrer hat keine Erlaubnis, kann das auch für den Verkäufer verkehrsrechtliche Folgen haben.
Fünf Motorräder bereits sichergestellt
Die Kriminalpolizei Bamberg führt die Ermittlungen wegen des betrügerischen Erlangens von Kraftfahrzeugen. Fünf der sechs gestohlenen Motorräder konnten bereits an ihre Besitzer zurückgegeben werden.
Ein ähnlicher Fall mit einem bereits ermittelten Täter hatte sich zudem schon im April in Hof ereignet. Die Polizei sieht deshalb eine wiederkehrende Betrugsmasche und warnt Motorradverkäufer vor zu großem Vertrauen bei Probefahrten.
Polizei gibt Tipps für private Motorradverkäufer
Die Polizei rät, sich vor jeder Probefahrt einen gültigen Führerschein oder ein Ausweisdokument zeigen zu lassen und genau zu prüfen, ob die Person mit dem Dokument übereinstimmt. Fahrzeugschlüssel oder Kennzeichen sollten nicht als Pfand akzeptiert werden, da sie gestohlen oder gefälscht sein können. Außerdem empfiehlt es sich, Kleidung und besondere Merkmale des Interessenten im Blick zu behalten und bei Verdachtsmomenten sofort die Polizei zu verständigen.
FAQ
Wie lief die Betrugsmasche ab?
Ein angeblicher Kaufinteressent vereinbarte Probefahrten und fuhr mit den Motorrädern davon, ohne sie zurückzubringen.
Wie hoch ist der entstandene Schaden?
Nach Angaben der Polizei summiert sich der Schaden in der aktuellen Motorradsaison auf rund 41.000 Euro.
Wie können sich Verkäufer schützen?
Die Polizei empfiehlt, Führerschein oder Ausweis zu kontrollieren, keine Fahrzeugschlüssel oder Kennzeichen als Pfand anzunehmen und bei Verdachtsmomenten sofort die Polizei zu informieren.












SEK Einsatz in Bamberg am 05.08.2026 ©NEWS5/Ferdinand Merzbach
Symbolbild: Pixabay