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Nach Schockanrufen im Landkreis Bayreuth: Polizei ermittelt zwei Tatverdächtige
Im Juli erbeuteten falsche Polizisten Geld und Schmuck von einer Seniorin in Creußen, im August traf ein Schockanruf ein Kind in Heinersreuth. Nun hat die Kriminalpolizei mehrere Tatverdächtige ermittelt.
In zwei Fällen von Schockanrufen im Landkreis Bayreuth hat die Kriminalpolizei nun neue Ermittlungsergebnisse.
17-Jähriger in Haft
Am 30. Juli gaben sich Betrüger am Telefon als Polizeibeamte aus und brachten eine Seniorin in Creußen dazu, Bargeld und Goldschmuck zu übergeben. Die Täter behaupteten, dass das Vermögen der Frau nach einem Diebstahl in der Nachbarschaft nicht mehr sicher sei.
Die Übergabe fand an der Wohnanschrift der Seniorin statt. Insgesamt erbeuteten die Täter Wertsachen im Wert von rund 15.000 Euro.
Gut einen Monat später geriet ein 17-Jähriger im Rahmen eines anderen Ermittlungsverfahrens ins Visier der Polizei. Der Jugendliche sitzt bereits in Nordrhein-Westfalen in Untersuchungshaft. Die Kriminalpolizei Bayreuth prüft nun, ob er mit dem Fall in Creußen in Verbindung steht.
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen steht der 17-Jährige im Verdacht, Ende Juli das Geld und den Schmuck am Wohnanwesen der Seniorin abgeholt zu haben. Dafür werten die Ermittler sichergestellte Beweismittel und Zeugenaussagen aus.
Mehr zum Fall in Creußen: Falscher Polizeibeamter erbeutet 15.000 Euro
Auch nach Schockanruf in Heinersreuth gibt es einen Tatverdächtigen
Am 11. August traf ein weiterer Schockanruf eine Familie in Heinersreuth. Ein Betrüger behauptete am Telefon mit einem Kind, ein Familienangehöriger habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und sitze deshalb in Haft. Durch eine Zahlung könne die Haft angeblich abgewendet werden.
Das Kind glaubte den Angaben und übergab daraufhin einen Tresor sowie eine mittlere dreistellige Summe in Schweizer Franken an einen Abholer. Der Tresor enthielt nach damaligem Ermittlungsstand lediglich Dokumente.
Auch in diesem Fall konnten die Ermittler inzwischen einen Tatverdächtigen identifizieren. Ein 21-jähriger Mann wurde bei einer weiteren Geldabholung in Südbayern festgenommen. Er befindet sich inzwischen ebenfalls in Haft.
Mehr zum Schockanruf in Heinersreuth.
Ermittler führen Spuren aus mehreren Verfahren zusammen
Nach Angaben der Polizei ist der Ermittlungserfolg auf die Auswertung vorhandener Spuren und die Zusammenarbeit mehrerer Polizeidienststellen und Staatsanwaltschaften zurückzuführen. Erkenntnisse aus verschiedenen Ermittlungsverfahren führten demnach zur Identifizierung des Tatverdächtigen.












v.l.n.r: Stefan Hühne (Leiter der DEKRA-Niederlassung Bayreuth), Lukas Hübner-Heinze (1. Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Bayreuth-Kulmbach e. V.), Sparkassendirektor Michael Albert sowie Christoph Thomsen (Jugendverkehrserzieher der Polizeiinspektion Bayreuth). Foto: Sofia Armele
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