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Nach Unfall auf A9: Audi-Fahrer flüchtet und lässt Auto zurück
Nach einem Auffahrunfall auf der A9 bei Bayreuth fährt ein Beteiligter einfach weiter. Die Polizei entdeckt den stark beschädigten Wagen später auf dem Standstreifen. Vom Fahrer fehlt zunächst jede Spur.
Nach einem Überholvorgang wollte ein BMW-Fahrer auf der A9 in Richtung München zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Bayreuth-Nord wieder auf die mittlere Spur wechseln. Dabei fuhr ein weißer Audi-Kombi mit hoher Geschwindigkeit von hinten auf den BMW auf.
Durch den Zusammenstoß öffneten sich die Airbags des BMW. Das Auto blieb anschließend beschädigt auf der mittleren Spur liegen. Die beiden Insassen blieben glücklicherweise unverletzt.
Audi-Fahrer fährt nach Unfall weiter
Auch der Audi wurde im Frontbereich erheblich beschädigt. Der Fahrer hielt zunächst kurz auf dem Standstreifen an, fuhr dann aber mit hoher Geschwindigkeit weiter in Richtung Süden.
Ersthelfer sicherten die Unfallstelle ab und kümmerten sich um die Insassen des BMW. Zudem konnten sie der Polizei das flüchtige Fahrzeug beschreiben.
Beschädigter Audi 20 Kilometer entfernt entdeckt
Die Polizei leitete eine Fahndung ein und entdeckte kurze Zeit später einen beschädigten Audi S 5 rund 20 Kilometer von der eigentlichen Unfallstelle entfernt auf dem Standstreifen. Das hochmotorisierte Mietfahrzeug war nicht mehr fahrbereit. Vom Fahrer fehlte jede Spur.
Spuren am Wildschutzzaun zur angrenzenden Kreisstraße BT 43 deuteten aber darauf hin, dass der unbekannte Fahrer dort die Autobahn verlassen hatte.
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Fahrer als Anhalter kontrolliert
Gegen 17 Uhr entdeckte eine zivile Streifenbesatzung der Verkehrspolizei Bayreuth in diesem Bereich einen 31-jährigen Mann, der als Anhalter unterwegs war. Bei der Kontrolle fanden die Beamten einen Autoschlüssel, der zu dem Unfallfahrzeug passte.
Außerdem bemerkten die Polizisten deutlichen Alkoholgeruch. Bei dem mutmaßlichen Fahrer wurde deshalb eine Blutentnahme angeordnet und der Führerschein sichergestellt. Der Audi wurde zur Spurensicherung und zur Klärung der Fahrereigenschaft sichergestellt.
50.000 Euro Schaden und Stau auf der A9
An dem BMW und dem Audi entstand nach ersten Schätzungen ein Gesamtschaden von rund 50.000 Euro. Weil wegen des Unfalls zwei Fahrspuren wegfielen und gleichzeitig viel Reiseverkehr unterwegs war, bildete sich ein erheblicher Rückstau.
Polizei sucht weitere Zeugen
Nach Angaben der Polizei war der weiße Audi S 5 bereits vor dem Unfall durch eine aggressive Fahrweise aufgefallen. Dazu liegen den Ermittlern bereits Zeugenmeldungen und Videoaufnahmen vor.
Wer die Fahrweise des Autos beobachtet hat oder selbst durch den Fahrer geschädigt wurde und Angaben zum Unfallhergang oder zum Fahrer machen kann, soll sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth unter 0921/506-2330 melden.
FAQ
Wann und wo passierte der Unfall?
Der Unfall ereignete sich am 22. August 2026 gegen 15:30 Uhr auf der A9 in Richtung München zwischen den Anschlussstellen Bindlacher Berg und Bayreuth-Nord.
Wurde jemand verletzt?
Die beiden Insassen des BMW blieben unverletzt. Über Verletzungen des mutmaßlichen Audi-Fahrers ist nichts bekannt.
Warum sucht die Polizei Zeugen?
Die Polizei sucht weitere Zeugen und mögliche Geschädigte, weil der Audi bereits vor dem Unfall durch aggressive Fahrweise aufgefallen sein soll. Hinweise nimmt die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth unter 0921/506-2330 entgegen.












Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab. © Stefanie Schweinstetter
Archivbild: bt-Redaktion