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Frau stirbt bei Unfall in der Fußgängerzone WM-Public Viewing in und um Bayreuth Jean Paul Platz soll aufgehübscht werden

Zuletzt aktualisiert am 20. Februar 2025 | 18:52

Warnstreik

Mahnwache von ver.di steht im Zeichen der Anteilnahme

von Stefanie Schweinstetter Update von Theresa Maurer am 14. Februar 2025

Nachdem 39 Menschen bei einem mutmaßlichen Anschlag auf einen ver.di-Demonstrationszug in München verletzt wurden, hat ver.di Oberfranken-Ost die geplante Demo in Bayreuth als Mahnwache abgehalten.

  • Die Reden auf der Mahnwache standen im Zeichen der Solidarität. ©Theresa Maurer
    Die Reden auf der Mahnwache standen im Zeichen der Solidarität. ©Theresa Maurer
  • Die Teilnehmer versammelten sich auf dem La-Spezia-Platz zur Mahnwache. ©Theresa Maurer
    Die Teilnehmer versammelten sich auf dem La-Spezia-Platz zur Mahnwache. ©Theresa Maurer
  • Rund 250 Menschen nahmen an der Mahnwache teil. ©Theresa Maurer
    Rund 250 Menschen nahmen an der Mahnwache teil. ©Theresa Maurer
  • Bei der Mahnwache am 14. Februar zündete Ver.di Kerzen für die Betroffenen an. ©Theresa Maurer
    Bei der Mahnwache am 14. Februar zündete Ver.di Kerzen für die Betroffenen an. ©Theresa Maurer
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Update vom 14. Februar 2025: Große Anteilnahme bei Mahnwache

Um 9.30 Uhr versammelten sich 250 Menschen zur gemeinsamen Mahnwache von ver.di. Was anfangs als Warnstreik angekündigt war, ist aufgrund der Ereignisse in München am Donnerstag umgeplant worden, um Solidarität für die Betroffenen in München zu zeigen.

Anfangs sei nicht klar gewesen, ob überhaupt eine Mahnwache stattfinden könnte. „Nach Rücksprache mit der Polizei und der Einbindung unserer ehrenamtlichen Gremien haben wir entschieden, dass die Veranstaltung nun als Mahnwache auf dem La-Spezia-Platz stattfinden kann“, berichtet Tina Karimi-Krause, Bezirksgeschäftsführerin des Bezirks Oberfranken-Ost.

Die Stimmung am Platz war sichtlich gedrückt – keine Rufe, keine Trillerpfeifen. Nur viel Anteilnahme. „Wir sind erschüttert von der Politik, die die Gewalttat nutzt, um die migrantischen Kollegen und Kolleginnen anzugreifen“, so Tina Karimi-Krause in ihrer Ansprache. Die Gewerkschaft verurteilt jegliche politische Instrumentalisierung des Angriffs.

Zeit des Zusammenhalts

In den Reden verschiedener ver.di-Mitglieder wird klar: Tarifverhandlungen stehen heute nicht im Fokus. Umso wichtiger sei es, in diesen Zeiten zusammenzuhalten und Toleranz zu zeigen. In Gedenken an den Anschlag zündete ver.di Kerzen an und rief zum Zusammenstehen auf.

Artikel vom 13. Februar 2025

Am Vormittag des 13. Februar 2025 ist ein 24-jähriger Mann mit einem Auto in eine ver.di-Kundgebung in München gefahren und hat dabei nach neusten Berichten 30 Menschen teils schwerst verletzt.

ver.di Oberfranken-Ost: sind in Gedanken bei den Menschen in München

„Unsere Gedanken als Bezirk – sowohl von Haupt- als auch von Ehrenamt – sind bei den betroffenen Kolleg*innen in München“, äußert sich Tina Karimi-Krause, Bezirksgeschäftsführerin des ver.di Bezirks Oberfranken-Ost. „Für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen auf die Straße zu gehen ist durch unser Grundgesetz geschützt“, so Karimi-Krause weiter. „Dass den Kolleginnen und Kollegen in diesem Moment das widerfährt, wenn sie sich für ihre eigenen Rechte stark machen und für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen, ist unvorstellbar.“

Veranstaltung in Bayreuth findet statt

In Bayreuth ist für den 14. Februar 2025 eine Kundgebung geplant. „Wir werden an unserem Warnstreikaufruf festhalten„,  so Tina Karimi-Krause. „Aber wir möchten nicht wie sonst mit Bannern, Pfeifen und ausgelassener Stimmung auf die Straße gehen – wir werden eine Mahnwache abhalten, um 9:30 am La-Spezia-Platz in Bayreuth“, erklärt Karimi-Krause. Die Veranstaltung soll ein Signal an die Betroffenen in München sein. „Uns ist wichtig, dass die Kolleg*innen in München wissen: Ihr seid nicht alleine!“

Bayreuther Zivilgesellschaft ist eingeladen

Eingeladen sind neben den Beschäftigten, die dem Warnstreikaufruf folgen, auch alle anderen Bayreuther, die ihre Bestürzung zum Ausdruck bringen möchten. Gemeinsam mit der Polizei habe man ein verschärftes Sicherheitskonzept erarbeitet und könne so in Frieden und Sicherheit gemeinsam trauern und aus der Gemeinschaft Kraft schöpfen, so die Bezirksgeschäftsführerin.

ver.di verurteilt politische Instrumentalisierung scharf

Tina Karimi-Krause betont außerdem, dass ver.di die politische Instrumentalisierung des Angriffs verurteilt. Der 24-jährige Mann, der mit einem Auto in den Demonstrationszug gefahren ist, ist Afghane. Man sei angewidert von den Reaktionen der Politik. Als Gewerkschaft werde man nicht dulden, dass in Reaktion auf den Angriff Forderungen nach Abschiebungen und Asylrechtsverschärfungen laut würden. „In ver.di sind Beschäftigte aus so vielen verschiedenen Ländern organisiert, wir sind eine starke und vielfältige Gemeinschaft mit knapp zwei Millionen Mitgliedern bundesweit. Wir werden es nicht zulassen, dass unsere migrantisierten Kolleg*innen Anfeindungen ausgesetzt sind und Angst haben müssen, auf die Straße zu gehen“, so Karimi-Krause.

Die Gewerkschaft ver.di kündigt weiter an, entsprechende Versuche der Instrumentalisierung oder jegliche Form rechtsextremen oder menschenverachtenden Verhaltens mit einem sofortigen Platzverweis zu ahnden. Weiter wird darum gebeten, das Tragen von parteipolitische Fahnen oder anderweitigen Symbolen zu unterlassen.

Polizei schützt Versammlung mit mehr Einsatzkräften

„Wir gehen weiterhin von einer abstrakten Gefährdungslage aus, das war aber auch schon bei den Weihnachtsmärkten der Fall“, sagt Martina Salosnig von der Polizei Bayreuth. Vom Innenministerium habe die Polizei (Stand 16 Uhr) noch keine Neuerungen bekommen. Die Polizei bewerte jede Kundgebung individuell, für den ver.di Warnstreik wolle man nun deutlich mehr Einsatzkräfte abstellen. Wieviele genau, gibt die Polizei aus taktischen Gründen nicht an.

Außerdem bestehe die Möglichkeit, zum Schutz der Veranstaltung Hindernisse aufzustellen. Dazu gehören beispielsweise Polizeifahrzeuge, Betonpoller oder Fahrzeuge des THW. Inwiefern das am Freitag möglich sein werde, werde aktuell geprüft, so Salosnig.

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