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150 Jahre Festspiele: Sonderausstellung beleuchtet Wagners Drachen Fafner
Zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele widmet sich eine Sonderausstellung dem Drachen Fafner – zwischen Mythos, Musiktheater und Paläontologie.
Ein Jubiläum und eine legendäre Figur
Im Jahr 2026 blickt die Welt auf 150 Jahre Bayreuther Festspiele. Seit 1876 steht Bayreuth ganz im Zeichen der Musikdramen von Richard Wagner. Eine der eindrucksvollsten Gestalten seines Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ ist der Drache Fafner.
Die Figur fasziniert bis heute – nicht nur als mythisches Ungeheuer, sondern auch als Spiegel ihrer Entstehungszeit.
Inspiration aus der jungen Wissenschaft
Zur Zeit Wagners war die Paläontologie eine aufstrebende Disziplin. Die Erkenntnis, dass riesige Echsen einst tatsächlich die Erde bevölkerten, beeinflusste die Vorstellungskraft in Kunst und Literatur nachhaltig. Auch Wagners Regieanweisungen zum „Ring“ zeigen, dass naturwissenschaftliche Entdeckungen ihre Spuren in der Darstellung des Drachen hinterließen.
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Bayreuth als Zentrum der Fossilienforschung
Bayreuth spielte dabei eine besondere Rolle: Der Paläontologe Georg Graf zu Münster sorgte bereits Jahrzehnte zuvor mit spektakulären Fossilienfunden in der Region für internationale Aufmerksamkeit. Seine Entdeckungen trugen wesentlich zum Verständnis einer urzeitlichen Welt bei – und prägten das Bild prähistorischer Kreaturen nachhaltig.
Ausstellung im Urwelt-Museum
Anlässlich des Jubiläums widmet sich das Urwelt-Museum Oberfranken in einer Sonderausstellung der kulturgeschichtlichen und naturwissenschaftlichen Entwicklung des Drachenmythos.
Die Schau beleuchtet die Verbindung von Wissenschaft und Mythos und zeigt, wie sich das Bild des Drachen von fossilen Funden bis ins Musiktheater entwickelte – und wie aus dieser Verbindung eine der eindrucksvollsten Figuren der Operngeschichte entstand.











Symbolfoto: Pixabay
Foto: NEWS5 / Stephan Fricke