Verkehr

An dieser Kreuzung in Bayreuth soll eine neue Ampel her: CSU eher weniger begeistert

Im Bayreuther Stadtteil Wolfsbach soll eine neue Ampel gebaut werden. Hier verlaufen B2 und B85 auf einer Straße. Die soll nun sicherer werden.

In Wolfsbach soll demnächst eine Ampel den Verkehr sicherer machen. Die Äußere Nürnberger Straße verläuft an der Kreuzung zu Wolfsbacher Straße und Gottlieb-Keim-Straße als B2 und B85 zugleich.

Der Bauausschuss des Bayreuther Stadtrats hat am Dienstag (12. Oktober) zur Ampelnachrüstung diskutiert.

Neue Ampel an Bundesstraße in Bayreuth-Wolfsbach

Die Äußere Nürnberger Straße in Bayreuth soll im Stadtteil Wolfsbach eine Ampelanlage bekommen. Das hat der Bauausschuss des Stadtrates am Dienstag beschlossen. Bei Unwettern Ende September hat in Bayreuth der Blitz in eine Ampel eingeschlagen.

Im Kreuzungsbereich zu Wolfsbacher Straße und Gottlieb-Keim-Straße soll so der Verkehr sicherer werden, wo B2 und B85 zugleich verlaufen. Eine Verkehrszählung im Jahr 2018 mit anschließendem Gutachten offenbarten den Handlungsbedarf in Wolfsbach.

Die Rechtsabbiegespuren auf der Bundesstraße in die Wolfsbacher Straße und in die Gottlieb-Keim-Straße sollen wegfallen, die Dreiecksinseln ebenso. Von dieser Maßnahme erhofft sich die Stadt langsamere Autos beim Abbiegen nach Wolfsbach. 716.000 Euro soll der Bau der Ampelanlage kosten. Die Kosten werden sich die Stadt Bayreuth und das Staatliche Bauamt Bayreuth je zur Hälfte teilen.

Neue Ampel in Bayreuth: CSU weniger begeistert

Die Neugestaltung der Kreuzung sei notwendig, weil hier einige Verkehrsteilnehmer „doch recht flott unterwegs“ seien, wie Oberbürgermeister Thomas Ebersberger feststellte. Grünen-Fraktionsvorsitzende Sabine Steininger lobte die Pläne als „erhebliche Verbesserung“ im Vergleich zu den ersten Planungen für diese Kreuzung. Insbesondere die Radfahrer würden mit einem zusätzlichen Wegearm entlang der Hauptstraße stadtauswärts profitieren. FDP/DU/FL schlossen sich als Fraktion ebenso an wie die SPD und BG.

Von der Bayreuther Gemeinschaft konnte sich Georg Kämpf eine süffisante Bemerkung nicht verkneifen. Die CSU sei nicht nur im Bund, sondern auch in Bayreuth von der Ampellösung nicht begeistert – und hatte so manchen Lacher auf seiner Seite. Laut CSU-Fraktionsvorsitzendem Dr. Stefan Specht wäre ein Kreisverkehr besser gewesen. Der stand in den ursprünglichen Planungen auch zur Disposition, wurde dann aber verworfen. An anderer Stelle soll Bayreuth jedoch einen „Turbokreisverkehr“ bekommen.

Klare Sache dann beim Votum: Einstimmig stimmten die Räte der Verwaltung bei der Nachrüstung mit einer Ampel zu – inklusive der Stimmen der CSU.